Die Aussicht auf eine unmittelbare Einigung zur Beendigung des Konflikts zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran erschien unwahrscheinlich. Die beiden Kriegsparteien tauschten Angriffe und unnachgiebige Rhetorik aus. Diese Entwicklung erfolgte kurz nach der Ankündigung der Vereinigten Staaten über eine neue Phase, die eine umfassende wirtschaftliche Blockade gegen den Iran und alle Handelspartner einleitete.
Das Ziel der Vereinigten Staaten bestand darin, den Iran zur Verhandlung zu zwingen und seine Angriffe auf den Schiffsverkehr im Hormus-Straße zu stoppen. Die zentrale Handelsroute wurde seit dem Beginn des Konflikts im Februar durch die USA und Israel effektiv gesperrt. Ein gemeinsames Verständnis, das im Juni unterzeichnet wurde und eine dauerhafte Waffenruhe sowie eine Einigung innerhalb von sechzig Tagen vorsah, endete jedoch.
Als der Konflikt seinen siebten Monat erreichte, suchten Experten nach Einschätzungen über die zukünftige Entwicklung. Die US-Regierung zeigte sich zufrieden mit einer Form der Stagnation. Man hielt die Blockade aufrecht und erlaubte gelegentliche Angriffe gegen die iranische Fähigkeit, die Schifffahrtsroute in der Straße zu stören. Die Behörden hofften, dass die neuen Sanktionen den iranischen Regime dazu zwingen würden, sich in einer schwächeren Position an den Verhandlungstisch zu setzen.
Die iranische Seite reagierte auf die jüngsten Angriffe nicht mit einer Änderung ihrer Kalkulation. Teheran bereitete sich auf eine verstärkte wirtschaftliche Erstickung vor und setzte auf eine Fortsetzung der sporadischen Angriffe, um eine Eskalation eines größeren Konflikts zu verhindern. Die wirtschaftliche Belastung traf die iranische Wirtschaft, die ohnehin durch den Krieg und strukturelle Probleme beeinträchtigt war.
Die iranische Seite signalisierte jedoch keine Bereitschaft, ihre Kalkulation durch die wirtschaftliche Erstickung zu ändern. Stattdessen wartete Teheran darauf, dass die Vereinigten Staaten zum ursprünglichen Abkommen zurückkehrten oder zumindest eine Art Zugeständnis anboten. Teheran wollte sich nicht den US-Druck beugen oder seine Strategie angesichts von Sanktionen oder weiteren Angriffen ändern.
Ein Experte bemerkte, dass die jüngsten militärischen Aktionen keine Kapitulation des Iran bewirkten, sondern lediglich eine weitere Wendung darstellten. Auch der wirtschaftliche Druck zeigte sich unwirksam, da China, Russland und viele andere Länder, die mit dem Iran handelten, die einseitigen US-Sanktionen nicht unterstützten. Der Ausweg für die Vereinigten Staaten lag in der Verhandlung des Abkommens aus Juni. Eine Einigung hätte den USA einen Sieg verschafft, da sie die Hardliner der Islamischen Republik schwächen und gleichzeitig versichern würde, dass der Iran kein nukleares Material erlangte.