Der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran verursachte bisher Kosten von 37,5 Milliarden US-Dollar. Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte, dass das Verteidigungsministerium weitere Milliarden benötigte, um die militärischen Operationen aufrechtzuerhalten. Hegseth forderte vom Senat die Genehmigung von 87 Milliarden Dollar für das Verteidigungsministerium, wovon 67 Milliarden Dollar für Operationen im Nahen Osten bestimmt waren.
Die Anhörung wurde mehrmals durch Anti-Kriegsdemonstranten unterbrochen und endete in einem hitzigen Streit zwischen dem Verteidigungsminister und einem Senator. Hegseth betonte die Dringlichkeit seiner Forderung. Er erklärte, dass ohne diese Mittel kritische Engpässe entstanden seien, welche die Fähigkeit bedrohten, Soldaten zu bezahlen, Ausrüstung und Munition schnell nachzufüllen sowie lebenswichtige Operationen ohne Unterbrechung aufrechtzuerhalten.
Hegseth argumentierte, dass jede zugewiesene Ausgabe zur Steigerung der „Lethalität“ der US-Streitkräfte dienen sollte und den „Frieden durch Stärke“ festige. Senatorin Susan Collins stellte Hegseth die Frage nach den Auswirkungen, sollte die Budgetanforderungen nicht erfüllt werden. Hegseth antwortete, dass die aktuellen und zukünftigen Schulungen der Soldaten gekürzt werden müssten, und er gab seine Kritik an der vorherigen Regierung als Grund für die Unterfinanzierung der Armee.
Die Finanzierung der militärischen Bemühungen stand jedoch in der Kritik. Demokratische Senatorin Patty Murray widersprach der Forderung und erklärte, dass die Budgetanfrage „keinen Sinn ergäbe“. Es bestand Unmut auch in Teilen der republikanischen Partei, die alternative Kürzungen in anderen Bereichen forderten. Die Repräsentantenhaus verließ die Sitzung, und die beiden Kammern des Kongresses würden erst im September gemeinsam wieder in Session treten, was eine schnelle Lösung der Finanzierungsfrage unwahrscheinlich machte.
Zusätzlich zu den Budgetdebatten berichteten Quellen, dass die tatsächlichen Kosten des Iran-Konflikts wesentlich höher lagen. Die aktuellen Schätzungen berücksichtigten beispielsweise nicht die Kosten für den Bau beschädigter amerikanischer Basen. Das Verteidigungsministerium hatte zuvor den Abgeordneten mitgeteilt, dass der Krieg bereits 11,3 Milliarden Dollar gekostet hatte. Die Situation zeigte, dass die politische Debatte um die militärische Unterstützung und die tatsächlichen Kosten des Konflikts noch lange andauern würde.