Der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran erreichte eine neue Eskalationsstufe. Donald Trump warnte Teheran explizit, die Zeit sei knapp und die Führung müsse schnell handeln, andernfalls gäbe es keine verbleibenden Möglichkeiten. In einem Beitrag auf der Plattform Truth Social äußerte sich der US-Präsident mit der drastischen Aussage: „Für den Iran tickt die Uhr, und sie sollten schnell handeln, sonst bliebe nichts von ihnen übrig. Die Zeit ist entscheidend.“ Trump drohte mit schwerwiegenden Konsequenzen, falls Teheran keine Friedensvereinbarung mit den Vereinigten Staaten abschloss. Er teilte auch die Ansicht mit, dass die iranische Führung eine Einigung erzielen müsse, um eine „sehr schlechte Zeit“ zu vermeiden.
Diese Warnung folgte auf einen Drohnenangriff, der einen Brand in einem elektrischen Generator des Barakah-Kernkraftwerks in Abu Dhabi auslöste. Dennoch blieben die Sicherheitsvorkehrungen intakt, und die Behörden bestätigten, dass die wesentlichen Systeme des Kraftwerks normal funktionierten. Parallel dazu warnte ein Mitglied des Iranischen Expediency Council die Vereinigten Staaten eindringlich vor der Aufhebung der Blockade der iranischen Häfen. Dieses Mitglied mahnte die USA, die Blockade aufzuheben, bevor das Omanmeer zu einem „Friedhof“ der amerikanischen Interessen würde. Es wurde betont, dass die Verlängerung der Seeblockade erhebliche Schäden für Länder weltweit verursachte.
Die diplomatischen Bemühungen zeigten sich auf verschiedenen Ebenen ebenfalls angespannt. Die Minister der BRICS-Staaten trafen sich in Neu-Delhi, doch es gelang ihnen keine gemeinsame Erklärung zum Konflikt im Nahen Osten. Die Differenzen unter den Mitgliedern bezüglich der Lage und der Sicherheit in Gebieten wie Gaza und dem Roten Meer verdeutlichten die Herausforderung, innerhalb des Blocks Einheit zu wahren. Die unterschiedlichen Positionen zeigten die Schwierigkeiten bei der Koordination von außenpolitischen Zielen.
Die anhaltende Unsicherheit beeinflusste auch die globalen Märkte. Die Ölpreise stiegen nach dem Angriff auf das Kernkraftwerk in den Vereinigten Arabischen Emiraten und angesichts der möglichen militärischen Optionen der USA gegen den Iran. Brent-Rohöl stieg auf 111,29 Dollar pro Barrel, was auf die Gefahr einer verlängerten Konfliktsituation hinwies. Experten befürchteten, dass eine anhaltende Auseinandersetzung die Gefahr einer langanhaltenden Ölpreisschädigung erhöhte und die Zinsen für längere Zeit hoch hielten. Die Situation veranschaulichte die komplexe Verflechtung von militärischer Bedrohung, diplomatischer Verhandlung und wirtschaftlichen Risiken.