Offizielle aus Pakistan gaben an, dass die Vereinigten Staaten und die Islamische Republik Iran kurz vor einem vorläufigen Waffenstillstandsabkommen stehen. Diese diplomatische Aktivität gewann nach einem fast Zusammenbruch des aktuellen Waffenstillstands in der Region neuen Schwung. Islamabad erklärte, dass ein grundlegendes Zwischenabkommen bereits an diesem Wochenende erreicht werden könnte, wobei Teheran ein vorgeschlagenes amerikanisches Konzept prüfte.
Trotz wiederholter Versuche, einen dauerhaften Stopp der Feindseligkeiten zu erzielen, blieben die Verhandlungen bisher schwierig. Die jüngsten Entwicklungen zeigten eine volatile Stimmung zwischen den beiden Mächten, die durch aggressive Rhetorik und sporadische Gewalt versuchten, Hebel in den Gesprächen zu gewinnen. Dennoch stieg die globale Aktienmärkte am Donnerstag auf nahezu Rekordniveau, als die Möglichkeit eines teilweisen Abkommens, das die Durchfahrt durch den Hormus-Kanal wiederherstellen könnte, aufkam und die Ölpreise stark fielen.
Pakistan fungierte in jüngster Zeit als Hauptmediator in den indirekten Kontakten zwischen Washington und Teheran, nachdem es im vergangenen Monat eine Reihe von gescheiterten persönlichen Gesprächen ausgerichtet hatte. Ein Diplomat aus Islamabad äußerte sich optimistisch über die Verhandlungsdynamik und betonte, dass die Positionen beider Seiten sich annäherten, da die maximalistischen Forderungen schrittweise nachgaben. Die Hauptpunkte der Verhandlungen konzentrierten sich auf die Sicherung der Schifffahrt und die Verhinderung eines erneuten Konflikts.
Die vorgeschlagene Vereinbarung der Vereinigten Staaten sah zwei Phasen vor: die erste Phase zielte darauf ab, den Krieg zu beenden und die Durchfahrt durch den Hormus-Kanal wieder zu öffnen. Iran wünschte sich zudem die Entfrierung seiner ausländischen Vermögenswerte, darunter etwa sechs Milliarden Dollar in Katar. Die zweite Phase sollte sich auf eine Einigung über das nukleare Programm innerhalb der folgenden dreißig Tage konzentrieren. Experten vermuteten, dass die Verhandlungen möglicherweise auf einen Kompromiss bezüglich der nuklearen Aufklärung hinführen könnten.
Iran nutzte die Verhandlungspositionen, um Druck auszuüben, wobei die Kontrolle über den Kanal und die Bedrohung von Angriffen auf Infrastruktur im Golf zentrale Hebel waren. Gleichzeitig erwog Iran, die Verhandlungen bis zu den US-Wahlen hinauszuzögern, um eine bessere Position zu erzielen. Die regionale Diplomatie sah jedoch die Chance, den Krieg zu beenden und einen Sieg zu beanspruchen, bevor die militärischen Auseinandersetzungen wieder aufgenommen wurden.