Der oberste US-Militärkommandeur im Nahen Osten erklärte, dass die psychische Gesundheit auf dem Kriegsschiff USS Lincoln eine Priorität darstellte. Diese Äußerung erfolgte im Kontext von Berichten über schwierige Zustände an Bord des lang stationierten Schiffes.
Admiral Brad Cooper besuchte das Schiff am Samstag und betonte, dass die psychischen Gesundheitsfälle unter den niedrigsten Zahlen unter den elf aktiven US-Flugzeugträgern lagen. Gleichzeitig räumte er ein, dass die lange Seefahrt für die Marine „einzigartig herausfordernd und zäh“ gewesen war.
Die USS Lincoln befand sich seit Januar im Nahen Osten und unterstützte die US-Aktion gegen den Iran, einschließlich der Blockade iranischer Häfen. Das Schiff verbrachte eine beispiellose ununterbrochene Zeit auf See von über 240 Tagen.
Familienangehörige der Besatzung äußerten Besorgnis über die Verschlechterung der psychischen Verfassung ihrer Angehörigen infolge der Bedingungen. Es gab Berichte, dass einige Besatzungsmitglieder versucht hatten, über Bord zu springen.
Admiral Cooper äußerte sich in einer Erklärung am Sonntag: „Ich glaubte lange, dass die psychische Gesundheit ein weiterer Aspekt der individuellen Gesundheit sei und unsere Aufmerksamkeit ebenso erfordere wie die physische und spirituelle Gesundheit. Ich lobte die Führung der Lincoln dafür, sich zu stellen und die psychische Gesundheit sowie die Widerstandsfähigkeit der Besatzung zu einer Führungspriorität zu machen.“
Während die US-Marine letzte Woche Herausforderungen bei den Versorgungslieferungen anerkannte, wies sie eine psychische Krise auf der Lincoln zurück. Berichten zufolge umfassten die Zustände an Bord mangelnde Hygiene, seltene Ankerplätze, defekte Sanitäranlagen und Mangel an frischen Lebensmitteln.
Dreiundzwanzig Demokraten im Senat für Streitkräfte und Sicherheit sandten am Samstag einen Brief an den Verteidigungsminister Pete Hegseth und kritisierten die Länge der Entsendung als „einen modernen Rekord“ und forderten Antworten. Der Präsident Donald Trump wies Vorschläge zur zu langen Seetätigkeit zurück und erklärte den Journalisten am Freitag: „Nicht nahezu lange genug.“
Die Entsendung der USS Lincoln, die ursprünglich für Mai beendet sein sollte, wurde wiederholt verlängert. Die Besatzung befand sich angeblich über 200 aufeinanderfolgende Tage ohne einen Hafenbesuch auf See.