Die US-Streitkräfte führten am Freitag einen Angriff auf ein Schiff im östlichen Pazifik durch, bei dem zwei Personen ums Leben kamen und ein Überlebender übrig blieb. Dieser Vorfall stellt den jüngsten Schlag gegen Boote, die als Transportmittel für Drogen missbraucht wurden, dar. Die Gesamtzahl der Todesopfer bei solchen Angriffen in der Karibik und im Pazifik überschreitet seit September über 190 Menschen.
Ein Video, das von der US-Südkommandostruktur veröffentlicht wurde, zeigte das Schiff während seiner Fahrt, wie es von einer Rakete getroffen wurde, woraufhin es in Flammen aufgegangen ist. Die Militärführung erklärte, das Schiff habe bekannte Routen des Drogenhandels durchquert und an kriminellen Aktivitäten beteiligt gewesen. Die betroffenen Personen wurden als Männer identifiziert, und die Küstenwache wurde umgehend zur Suche und Rettung des einen Überlebenden alarmiert.
Die militärischen Aktionen gegen mutmaßliche Drogen-Schmuggelboote in den letzten Wochen waren bereits zahlreich. Eine Zählung ergab, dass seit September insgesamt 58 solcher Angriffe stattfanden, was zu 193 Todesfällen und vier Überlebenden führte. Diese Zahlen verdeutlichen die Intensität der Operationen in dieser Region.
Die Rechtmäßigkeit dieser Bootsangriffe steht jedoch im Fokus der Kritik. Juristische Experten argumentieren, dass diese Aktionen als rechtswidrige außergerichtliche Tötungen durch das Verteidigungsministerium ohne jegliche Rechenschaftspflicht einzustufen sind. Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch und Amnesty International verurteilten die militärischen Maßnahmen scharf.
Das Verteidigungsministerium begründet seine Operationen in dieser Region als Kampf gegen die sogenannte Drogen-Terrorismus. Dennoch fehlt es an konkreten Beweisen für koordinierte Drogenkartelle, was die Legitimität der militärischen Interventionen weiter in Frage stellt.