Als die Vereinigten Staaten den Krieg mit dem Iran aussetzten, stellte sich die dringende Frage, ob die militärischen Bestände der Nation tatsächlich erschöpft waren. Präsident Donald Trump betonte auf einem Gipfeltreffen, bei dem er die Notwendigkeit betonte, die Produktion von Waffen zu beschleunigen und die Kapazitäten zu erweitern. Die Administration präsentierte diesen Ansatz als zweigleisiges Programm zur Wiederbelebung der amerikanischen Industrie und zur Stärkung der militärischen Fähigkeiten. Im Hintergrund verbarg sich jedoch die immense Ausgabenlast, die für die intensiven Kampfoperationen im Iran während der Operation Epic Fury und die darauf folgenden Vergeltungsmaßnahmen entstanden war. Die Regierung schätzte die Kosten des Konflikts auf 37,5 Milliarden Dollar, wobei der Großteil dieser Summe für Munition ausgegeben wurde.
Bis zu dem Zeitpunkt, als ein angespanntes Waffenstillstandsabkommen am 8. April in Kraft trat, hatten die US-Truppen über 13.000 Ziele im Iran getroffen. Gleichzeitig hatten die amerikanischen Luftverteidigungssysteme über 1.700 iranische Drohnen und Ballistikraketen abgewehrt. Die Entscheidung, die Angriffe auszusetzen, erfolgte, um Verhandlungen zu ermöglichen, da Berichte nahelegten, dass eine Eskalation die amerikanischen Vorräte weiter dezimiert hätte.
Innerhalb der Regierung debattierten die Bestände. Während Trump zunächst bestritt, dass ein Mangel vorlag, änderte sich die Position später. Ein hochrangiger Beamter erklärte dem Senat, dass das Verteidigungsministerium zusätzliche Mittel benötigte, um „kritische Engpässe“ zu beheben. Öffentliche Daten, die vom Center for Strategic and International Studies (CSIS) zusammengestellt wurden, zeichneten jedoch ein düsteres Bild von erschöpften Beständen, deren Wiederbeschaffung kurzfristig schwierig erschien. Experten wiesen darauf hin, dass die Herstellung einer einzelnen Rakete mehrere Jahre in Anspruch nahm und die Beschleunigung dieser Prozesse kaum möglich war.
Die kritischen Munitionstypen umfassten Langstrecken-Bodenkampfsysteme wie die Tomahawk-Rakete, die für präzise Angriffe auf schwer befestigte militärische Ziele eingesetzt wurde. Schätzungen des CSIS ergaben, dass die Bestände dieser Waffen erst im Jahr 2031 auf Vorkriegsniveau zurückkehren konnten. Ebenso waren die Luftverteidigungssysteme wie Patriot und THAAD stark beansprucht. Die begrenzte Verfügbarkeit dieser Systeme, insbesondere der THAAD-Batterien, stellte eine kritische Schwachstelle dar, da sie die Verteidigung gegen ballistische Bedrohungen aus Ländern wie Russland oder Nordkorea sichern sollten.
Diese Munitionslücke wurde als „Fenster der Verwundbarkeit“ interpretiert. Experten argumentierten, dass die US-Militärs nicht die Tiefe der benötigten Waffen besaßen, falls ein Konflikt im Pazifik ausbrach. Die Abhängigkeit von diesen Beständen erhöhte das Risiko, dass die Streitkräfte in einem Konflikt mit einem umfassenden Arsenal chinesischer Raketen und Flugzeuge unvorbereitet blieben. Zudem verdeutlichte die Situation die Notwendigkeit, die Verteidigungsindustrie zu stärken und alternative, kostengünstigere Lösungen für die Luftverteidigung zu entwickeln.