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Wirtschaft

US-Bundesstaaten klagten gegen Trump-Administration wegen Zölle

Rechtliche Auseinandersetzung über Zwangsarbeit und Handelspolitik

Zwanzigfünf US-Bundesstaaten verklagten die Regierung von Präsident Donald Trump am Montag wegen neuer Zölle, die auf Waren aus sechzig Handelspartnern von zehn bis zwölf Prozent erhoben wurden. Die Zölle traten im Juli in Kraft und zielten auf Länder wie das Vereinigte Königreich, China sowie die Europäische Union ab. Die Grundlage der Klage lag in Washingtons Behauptung, dass diese Partner versagt hatten, die Problematik der Zwangsarbeit angemessen zu bekämpfen.

In einem juristischen Dokument, das der BBC vorlag, erklärte die Koalition der demokratischen Staaten, die Entscheidung sei „willkürlich, unbedacht und gegen das Gesetz“ gewesen. Die Klage argumentierte, dass die Trump-Administration die Zwangsarbeit nicht als Vorwand nutzen durfte, um ihr illegales Zollsystem fortzusetzen. Die Staaten kritisierten, dass die verhängten Zölle so weitfassernd seien, dass sie die eigenen angestrebten Ziele unterliefen und das Gesetz, das zur Rechtfertigung der Maßnahmen diente, lächerlich machten.

Der Sprecher des Weißen Hauses, Kush Desai, antwortete auf die Anschuldigungen und betonte, dass die Vereinigten Staaten ihre gesetzliche Befugnis nutzten, um Praktiken anzugehen, die amerikanische Unternehmen belasteten. Er betonte ferner, dass die Nichtbeachtung der Importe von Waren, die unter Zwangsarbeit hergestellt wurden, „unvernünftig“ sei und angegangen werden müsse. Die neuen Zölle wurden unter Abschnitt 301 des US-Handelsgesetzes von 1974 verhängt, welches Nationen ins Visier nahm, die Zwangsarbeit einsetzten.

Die Zölle betrafen 99,4 Prozent der US-Importe, wie das Büro des US-Handelsvertreters (USTR) berichtete. Mehrere Handelspartner äußerten ihre Enttäuschung über die neuen Maßnahmen. Brasilien und Japan bezeichneten die Schritte separat als „unbegründet“. Die chinesische Außenministerin beschrieb die Zölle als „Ausrede für politische Manipulation“. Washington und Peking befanden sich in einem Zölle-Krieg, der vorerst ruhte.

Die Klage markierte den jüngsten Schritt in einer Reihe von Handelspolitiken, die Trump seit seiner Rückkehr in die Regierung im Januar 2025 enthüllte. Viele der weitreichenden Zölle, die Trump im Rahmen seiner sogenannten „Liberation Day“-Zölle im April des Vorjahres verhängt hatte, wurden vom US-Obersten Gerichtshof aufgehoben. Das Gericht hatte klargestellt, dass diese Administration das Gesetz nicht ignorieren durfte, um umfassende Zölle zu erlassen. Diese Entscheidung führte zu Rückerstattungen in Milliardenhöhe für Unternehmen, die die Abgaben entrichtet hatten.

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