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Politik

US-Übungen vorzeitig beendet: Südkorea reagierte auf Trump’s Druck für Gespräche mit Nordkorea

Militärübungen wurden verkürzt, während die diplomatische Spannung zwischen den Koreas zunahm

Die gemeinsamen Militärübungen zwischen den Vereinigten Staaten und Südkorea endeten vorzeitig. Die südkoreanische Armee bestätigte, dass die Übungen, die am Montag begannen, sechs Tage früher als geplant beendet wurden. Diese Kürzungen folgten auf eine Anweisung von Donald Trump, die das Pentagon aufforderte, die Übungen zurückzufahren.

Im Rahmen einer Erklärung teilten die gemeinsamen Stabschefs Südkoreas mit, dass die Ulchi Freedom Shield (UFS)-Übung, die am Montag begann, vorzeitig beendet wurde. Darüber hinaus wurden auch gemeinsame Feldtrainings und Live-Übungen teilweise reduziert. Die beiden Militärs arbeiteten noch an den genauen Details der Anpassungen.

Donald Trump äußerte sich unzufrieden mit der US-Teilnahme an den Übungen. Er begründete seine Kritik mit seinen guten Beziehungen zum nordkoreanischen Führer Kim Jong-un und bezeichnete die Übungen als kostspielig und feindselig gegenüber Pyongyang. Der Außenminister Südkoreas, Cho Hyun, berichtete auf einer parlamentarischen Anhörung, dass Seoul von Trumps Anweisung überrascht worden war. Er betonte, dass weder die Regierungsinstitutionen Südkoreas noch die US-Behörden über die Vorgänge im Voraus informiert worden waren.

Vor der Bekanntgabe der Kürzungen berichteten südkoreanische Medien, dass die zweite Phase der Übung – ein simulierter Gegenangriff gegen Nordkorea – vollständig gestrichen wurde. Dies führte zur vorzeitigen Beendigung der gesamten Übung. Die früheren Kürzungen und Stopps bei gemeinsamen Übungen, wie sie beispielsweise 1992 oder nach Trumps ersten Gipfeltreffen mit Kim im Jahr 2018 erfolgten, wurden stets vor Beginn der Übungen beschlossen.

Experten äußerten sich zur möglichen Entwicklung der Verhandlungen. Cheong Seong-chang, Vizepräsident des Sejong-Instituts, vermutete, dass die Gespräche mit Kim Jong-un eine vollständige Aussetzung der gemeinsamen Übungen oder eine Reduzierung der US-Truppenstärke ohne Konsultation Seouls ermöglichen könnten. Das Präsidentenbüro Südkoreas kündigte an, weiterhin mit Washington in den Übungen zu koordinieren, während gleichzeitig neue Forderungen nach größerer militärischer Unabhängigkeit erhoben wurden.

SüdkoreaUSANordkoreaTrumpMilitär

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