Der US-Marinechef Hung Cao teilte mit, dass der Verkaufs von 14 Milliarden Dollar an Taiwan gestoppt worden war. Diese Maßnahme erfolgte, um sicherzustellen, dass die Vereinigten Staaten genügend Waffen für den Krieg im Iran besaßen. Cao bestätigte diese Entscheidung während einer Senatsanhörung, die Tage nach der Stellungnahme des Präsidenten Donald Trump stattfand, welcher hinsichtlich des Verkaufs mit chinesischem Staatsführer Xi Jinping unverbindlich blieb.
Ein Sprecher des Präsidentenamtes Taiwans informierte die Journalisten am Freitag, dass sie keine Informationen über mögliche Anpassungen des Waffenverkaufs der Vereinigten Staaten erhalten hatten. Der Verkauf von US-Waffen an Taiwan irritierte Peking lange Zeit, welches die selbstverwaltete Insel als sein Territorium ansah und die militärische Gewalt nicht ausschloss. Cao erklärte auf der Anhörung, dass die Pause notwendig sei, um die Munition für die Operation „Epic Fury“ – die gemeinsame militärische Aktion der USA und Israels im Iran – zu gewährleisten. Er betonte, dass die Verkaufsgeschäfte fortgesetzt würden, sobald die Regierung dies für notwendig erachtete.
Als nach einer Pause des Waffenverkaufs gefragt wurde, antwortete Cao, er habe mit den Taiwanesen nicht gesprochen. Das Paket von 14 Milliarden Dollar wartete monatelang auf die Genehmigung durch Trump. Es umfasste Luftverteidigungraketen, wie die PAC-3 von Lockheed Martin, sowie Boden-Luft-Raketensysteme. Trump bestätigte noch nicht, dass er die endgültige Genehmigung erteilen würde, und nannte das Paket letzte Woche ein „sehr gutes Verhandlungsangebot“ gegenüber China. Er versprach jedoch, innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne eine Entscheidung über den Waffenverkauf an Taiwan zu treffen.
Diese Äußerungen erfolgten kurz nach einem Präsidentenhöhepunkt in Peking, bei dem Xi Jinping Trump mitteilte, dass Taiwan die wichtigste Angelegenheit zwischen den USA und China darstellte. Trump hatte den Journalisten später erklärt, er habe den Waffenhandel mit Taiwan „im Detail“ mit Xi besprochen, obwohl eine Bestätigung der USA aus dem Jahr 1982 besagte, dass keine Konsultationen mit Peking bezüglich dieser Angelegenheit stattfanden. Peking hatte im Dezember vehement gegen einen früheren Waffenverkauf von 11 Milliarden Dollar protestiert und warnte vor einer gefährlichen und gewalttätigen Situation über dem Taiwan-Straße. Der Leiter Taiwans, Lai Ching-te, betonte, dass die US-Waffenlieferungen ein entscheidender Faktor für die Aufrechterhaltung des regionalen Friedens und der Stabilität waren. Unter seiner Führung erhöhte Taiwan seine Verteidigungsausgaben signifikant als Reaktion auf den wachsenden militärischen Druck Chinas.