Die Vereinigten Staaten führten eine neue Reihe von Angriffen gegen den Iran durch, nachdem Präsident Donald Trump signalisiert hatte, dass er „sie heute Abend erneut hart treffen“ würde. Über Nacht fand ein Austausch von Angriffen statt, der zu Explosionen in Teilen des südlichen Landes führte, darunter Sirik und Bandar Abbas, wichtige Hafenstädte im Hormus-Straßegebiet.
Die iranische Staatsmedien berichteten über Explosionen in verschiedenen Regionen. In Bandar Abbas meldete die Staatsfernsehen acht Explosionen, und zwei Raketen trafen die Häfen von Sirik und Jask im Süden des Iran. Zudem traf zwei Projektile die Insel Abu Musa, die Gegenstand eines langjährigen Eigentumsstreits zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten war.
Das US-Zentralkommando erklärte, die Angriffe erfolgten, um die Fähigkeit Tehrans zu schwächen, die Freiheit der Schifffahrt in dieser lebenswichtigen Wasserstraße zu bedrohen. In einer Erklärung betonten die Amerikaner, dass sie den Iran für die jüngsten unbegründeten Aggressionen gegen kommerzielle Schifffahrt und zivile Besatzungen verantwortlich machten.
Die iranische Seite kommentierte die Situation zunächst nicht. Höhere Funktionäre warnten jedoch zuvor, dass jeder Angriff aus den Vereinigten Staaten mit einer „sofortigen Reaktion“ beantwortet würde. Die iranische Außenministerin Abbas Araghchi antwortete daraufhin mit einer klaren Haltung: Sie antwortete auf Provokationen nicht mit Provokationen, sondern mit „Handlung: furchtlos und mit großem Mut“.
Der jüngste Austausch von Angriffen zwischen den beiden Ländern fand zwischen Dienstag und Mittwoch statt, nachdem ein Memorandum of Understanding (MoU) am 17. Juni unterzeichnet worden war. Trump erklärte am Mittwoch, dass die Waffenstillstandsvereinbarung, die letzten Monat mit dem Iran geschlossen worden war, „abgelaufen“ sei. Er betonte, dass die Vereinigten Staaten den Iran „sehr hart getroffen“ und „wahrscheinlich heute Abend erneut hart treffen“ würden.
Das MoU enthielt unter anderem eine 60-tägige Frist für eine Waffenruhe sowie die Gewährleistung der sicheren Passage von Schiffen durch die Hormus-Straße. Obwohl die 60-tägige Frist für Verhandlungen noch nicht abgelaufen war, äußerte Trump die Ansicht, dass weitere Gespräche „Zeitverschwendung“ seien. Die Ereignisse zeigten, dass die Spannungen zwischen den beiden Mächten trotz der getroffenen Vereinbarungen weiterhin hoch blieben.