Die Vereinigten Staaten verpflichteten eine finanzielle Unterstützung in Höhe von einer Milliarde Pfund für Kolumbien, nachdem der neue, rechtsgerichtete Präsident am Freitag seine Amtseinführung vollzog. Der Präsident Abelardo de la Espriella nutzte seine erste Rede, um einen umfassenden Krieg gegen das, was er als „narco-Terrorismus“ bezeichnete, anzukündigen. Das US-Außenministerium verkündete die finanzielle Hilfe als Teil eines Sicherheitspakets, um dem de la Espriella zu helfen, die gemeinsamen Ziele zu erreichen, welche den Kampf gegen organische Kriminalität und illegale Einwanderung umfassten.
Die Amtseinführung des neuen Präsidenten markierte einen dramatischen Richtungswechsel für Kolumbien. Er ersetzte den linksgerichteten Vorgänger Gustavo Petro, der häufig mit der politischen Linie der Vereinigten Staaten kollidierte. Die Unterstützung des de la Espriella durch die Vereinigten Staaten erfolgte nach einer früheren Unterstützung während der Wahl, in der er eine wesentlich bessere Beziehung zu seinem Nachfolger prophezeite.
De la Espriella wählte für seine Eidesleistung nicht die Hauptstadt Bogotá, sondern die volatile Stadt Cali im Westen des Landes. Diese Wahl signalisierte eine harte Haltung gegenüber bewaffneten Gruppen, die in der Region operierten. In seiner ersten Rede vor Truppen an einer nahegelegenen Militärbasis versprach er, bewaffnete Aufständische niederzuschlagen, Kolumbien wieder aufzubauen und die Demokratie „durch Grund oder durch Gewalt“ zu verteidigen. Er erklärte, dass es kein Gebiet in seinem Territorium gäbe, in dem Kriminelle sicher sein konnten.
Der neue Präsident hatte eine erfolgreiche Karriere als Anwalt, der paramilitärische Drogenkartelle, Fußballspieler und Betrüger vertrat, bevor er in die Politik trat. Er versprach einen scharfen Bruch mit seinem linksgerichteten Vorgänger. Anstatt Friedensgespräche mit bewaffneten Gruppen zu führen, versprach er eine brutale Zerschlagung ihrer Aktivitäten sowie den Bau von Mega-Gefängnissen. Zudem versprach er eine starke militärische Allianz mit den Vereinigten Staaten und Israel, was im Gegensatz zu Petro stand, der lange Zeit Kritiker des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu war.
De la Espriella verkündete in einer seiner ersten Handlungen als Präsident, dass Kolumbien sich der Sicherheitspartnerschaft „Schild der Amerikas“ anschloss, die von Trump gegründet worden war. Washington begrüßte diese Initiative und erklärte, dass es bereit stünde, die Bemühungen der de la Espriella-Regierung zu unterstützen, die den narco-terroristischen und kriminellen Organisationen entgegenwirkten, welche die Sicherheit bedrohten. Das Außenministerium betonte zudem, dass gemeinsame Ziele auch die Eindämmung illegaler Einwanderung durch eine engere Koordination der Grenzsicherheit umfassten.