Die Vereinigten Staaten haben Reedereifirmen davor gewarnt, Sanktionen ausgesetzt zu werden, falls sie Zahlungen für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus an die iranische Regierung leisten. Diese Warnung erfolgte durch das US-Amt für fremde Vermögenswerte (OFAC), das betont, dass Personen und Unternehmen, die mit dem iranischen Schifffahrtssektor in Verbindung stehen, ein erhebliches Sanktionsrisiko tragen.
OFAC kündigte an, dass Zahlungen an iranische staatliche Stellen generell untersagt sind. Nicht-US-Bürger, die solche Zahlungen tätigen, könnten sich zusätzlich einer Haftung ausgesetzt sehen, falls diese Zahlungen US-Personen, wie Versicherungen oder Finanzinstitute, dazu veranlassen, Sanktionen zu verletzen. Die Behörde betonte, dass die Sanktionen gezielt auf den iranischen Energiesektor abzielen.
Im Kontext der Spannungen hat die iranische Seite die Erhebung von Mautgebühren für die freie Durchfahrt durch den Strait beansprucht und behauptet, diese Einnahmen seien bereits bei der Zentralbank eingegangen. Die USA hingegen haben eine Seeblockade an den iranischen Häfen verhängt, was den Verkehr dramatisch reduziert hat. Iran bezeichnete die US-Interzeption von Schiffen als Piraterie.
Die Auswirkungen dieser geopolitischen Spannungen sind weitreichend. Die Straße von Hormus ist eine lebenswichtige Wasserstraße für den globalen Transport von Öl und anderen Gütern. Die Verengung dieser Route führt zu höheren Transport- und Treibstoffkosten und erschwert humanitäre Operationen, wie beispielsweise die Lieferung von Hilfsgütern in Konfliktgebieten, was die Kosten für humanitäre Hilfe in der Region stark erhöht hat.
Parallel dazu hat das US-Finanzministerium Sanktionen gegen drei iranische Devisenhandelsunternehmen verhängt, die Ölerträge in andere Währungen umgewandelt haben. Die US-Regierung signalisiert weiterhin den entschlossenen Willen, die Fähigkeit des Regimes zur Geldgenerierung und -umschaltung sowie alle Beteiligten zu sanktionieren, die versuchen, Sanktionen zu umgehen.