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Technologie

USA verhafteten siebzehn Iraner wegen massiver Cyberdiebstähle

Mabna-Institut soll über Jahre hinweg akademische Daten und geistiges Eigentum gestohlen haben

Siebzehn Iraner wurden beschuldigt, eine koordinierte Cyberkampagne durchgeführt zu haben, um Daten aus amerikanischen Organisationen zu stehlen. Das US-Justizministerium (DoJ) teilte mit, dass Mitglieder des in Iran ansässigen Mabna-Instituts seit mindestens 2013 die Computersysteme von 144 amerikanischen Universitäten und 42 privaten Unternehmen ins Visier nahmen. Diese Gruppe stahl über den Verlauf der Kampagne mehr als 31 Terabyte akademischer Daten und geistigen Eigentums, deren Wert auf etwa 3,4 Milliarden Dollar geschätzte wurde.

Die Cyberangriffe erfolgten oft im Auftrag des Islamischen Revolutionären Garde Korps (IRGC) sowie anderer iranischer staatlicher und universitärer Auftraggeber. Ein FBI-Stellvertretender Direktor, James C Barnacle Jr., bezeichnete die koordinierten Cyberangriffe als eine ernste Bedrohung für die nationale Sicherheit. Barnacle betonte, dass diese Operationen ein breiteres, organisiertes Vorgehen darstellten, das darauf abzielte, US-Institutionen und globale Partner anzugreifen.

Das Mabna-Institut gründete 2013 mit dem Ziel, iranischen akademischen Organisationen den Zugang zu nicht-iranischen wissenschaftlichen Ressourcen zu ermöglichen. Die Gruppe kompromittierte zudem die Konten von hunderttausend Akademikern weltweit und gelang es, achttausend Professoren-E-Mail-Konten an 144 US-basierten Universitäten sowie an weiteren 178 akademischen Einrichtungen international zu kompromittieren. Die Kampagne begann etwa 2013 und dauerte bis mindestens Dezember 2017.

Zusätzlich zu akademischen Einrichtungen zielte das Institut auf E-Mail-Konten von mindestens fünf US-Bundes- und Landesregierungsbehörden ab und kompromittierte Konten von mindestens 42 US-amerikanischen privaten Firmen sowie elf ausländischen Unternehmen mit Sitz in Deutschland, Italien, der Schweiz, Schweden und dem Vereinigten Königreich. Die US-Anwaltsanwältin Jamie McDonald warnte, dass Cyberoperationen zu einem zentralen Instrument der nationalen Macht geworden waren und die Sicherheit sowie die Wirtschaft der Vereinigten Staaten gefährdeten.

Das Justizministerium bot zudem eine Belohnung von zehn Millionen Dollar an Informationen, die zur Lokalisierung von fünf der angeklagten Auftrags-Hacker führten. Diese Vorfälle unterstrichen die wachsende Bedeutung von Cyberangriffen als Mittel zur Durchsetzung staatlicher Interessen im globalen Kontext.

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