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Sicherheit

USA zog Truppen aus Nigeria zurück nach Mission des Islamischen Staates

Operation im Tschad-See-Becken endete; Sicherheitsherausforderungen blieben bestehen

Die Vereinigten Staaten zogen den Großteil ihrer Truppen aus Nigeria zurück, nachdem sie diese im Laufe des Jahres zur Bekämpfung islamistischer Milizen entsandt hatten. Diese Maßnahme erfolgte im Rahmen eines gemeinsamen Einsatzes zwischen US- und nigerianischen Streitkräften im Gebiet des Tschad-See-Beckens. Die Operation umfasste Angriffe gegen Militanten am Weihnachtstag, gefolgt von der Entsendung von etwa zweihundert Soldaten zwei Monate später. Während dieser Mission starb der führende islamistische Staatsführer Abu-Bilal al-Minuki.

Die USA erklärten am Donnerstag den Einsatz für erfolgreich. Gleichzeitig versicherte der nigerianische Militärsprecher, dass der Rückzug der amerikanischen Soldaten keinen Einfluss auf den Fortschritt der Sicherheitsmaßnahmen hatte. Die militärische Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern intensivierte sich, nachdem Washington die nigerianischen Behörden beschuldigt hatte, nicht ausreichend für den Schutz vulnerabler Gruppen gegen islamistische Milizen zu handeln. Washington hatte zudem eine „christliche Genozid“-Situation im Land angeführt.

Nigeria wies diese Anschuldigung entschieden zurück und betonte, dass die Gewalt komplex sei und Menschen aller Gemeinschaften betraf. Beobachtende Organisationen zur politischen Gewalt in Nigeria stellten fest, dass die Opfer der jihadistischen Gruppen größtenteils Muslime waren, da diese hauptsächlich im Norden des Landes operierten, wo die Mehrheit der Bevölkerung den Islam befolgte.

Analysten bemerkten, dass sich der Islamische Staat in den letzten Jahren radikal verändert hatte. Etwa neunzig Prozent seiner Angriffe fanden nun in Subsahara-Afrika statt, wobei die nigerianische Zweigstelle die aktivste war. Die gemeinsame Operation hatte die lokale Führungsstruktur und das globale Netzwerk der Gruppe erheblich gestört und ihre Kommunikationsfähigkeit eingeschränkt.

Trotz des Rückzugs der US-Truppen blieben militärische Personal, die vor der Operation in Nigeria stationiert waren, im Land. Nigeria sah sich jedoch weiterhin mit zahlreichen Sicherheitsherausforderungen konfrontiert. Neben islamistischen Milizen plagten Banditentum und kriminelle Gewalt das Land, welche sich vom Norden in Teile des Zentral- und Südwestens ausbreiteten.

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