Das Vatikan betonte die dringende Notwendigkeit, unermüdlich für den Frieden zu arbeiten, im Rahmen von Gesprächen mit dem US-Staatssekretär Marco Rubio. Rubio befand sich in Rom, um die angespannten Beziehungen zwischen der Heiligen Stätte und Washington zu entspannen, insbesondere nach wiederholten Kritikern von Donald Trump gegenüber Papst Leo. Während seiner Besuche traf Rubio den Papst und führte eine Reihe von Gesprächen mit hochrangigen Vatikanvertretern. Ein Video zeigte den ersten nordamerikanischen Papst, der seinen Gast formell als „Herr Sekretär“ ansprach, woraufhin Rubio als Katholik antwortete: „Es ist schön, Sie zu sehen.“
Rubio überreichte dem Papst einen kleinen amerikanischen Football und spielte humorvoll auf die Verbindung zwischen dem Papst und dem amerikanischen Baseball an. Zudem traf Rubio den Sekretär des Vatikansekretariats und faktischen Chefdiplomaten Pietro Parolin. Parolin hatte den Papstbesuch bereits vorab stark verteidigt und Trump’s jüngste Angriffe als „ziemlich seltsam“ kritisiert. Die beiden Seiten tauschten Einblicke über aktuelle Ereignisse aus, wobei besonderes Augenmerk auf Länder mit Krieg, politischen Spannungen und schwierigen humanitären Situationen sowie auf die Notwendigkeit des Friedens gelegt wurde.
Eine US-Behörde erklärte, die Unterhaltungen seien „freundlich und konstruktiv“ verlaufen. Ein Sprecher des US-Außenministeriums betonte, dass das Treffen die starke Verbindung zwischen den Vereinigten Staaten und der Heiligen Stätte sowie ihr gemeinsames Engagement für Frieden und menschliche Würde unterstrich. Es blieb jedoch unklar, in welchem Umfang diese Begegnungen die Verflechtungen zwischen Washington und dem Vatikan verbessern konnten.
Die Spannungen zwischen den beiden Institutionen nahmen zugenommen. Trump hatte den Papst zuvor verbal angegriffen und ihn wegen seiner Haltung zur Iran-Kriegsführung und der Unterstützung von Kernwaffen beschuldigt. Papst Leo erwiderte dies mit einer klaren Position, dass die Kirche seit Jahren gegen Kernwaffen ausgesprochen habe. Analysten vermuteten, dass Rubios Treffen darauf abzielten, die Beleidigungen von Trump abzumildern und die zunehmend beschädigten Beziehungen zwischen den beiden Mächten zu reparieren.
Parallel dazu verschlechterten sich die Beziehungen zwischen Rom und Washington. Die Kritik an dem Papst durch Trump zwang den italienischen Premierminister Giorgia Meloni dazu, sich von der US-Präsidentschaft abzugrenzen. Experten sahen in dieser politischen Verschiebung eine Reaktion auf die zunehmende Bedeutung der Außenpolitik für die italienische Öffentlichkeit. Zudem wurde die zukünftige Rolle der etwa dreizehntausend US-Militärangehörigen in Italien in die Gespräche einbezogen.