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Katastrophe

Venezuela: Erdbeben führten zu Katastrophe, Rettungsaktionen dauerten an

235 Tote; Behörden befürchteten Tausende vermisst, während internationale Hilfe eintraf

Die Erdbeben in Venezuela führten zu einer massiven Katastrophe. Mehr als 235 Menschen starben, und die Suche nach Überlebenden intensivierte sich. Die Behörden befürchteten jedoch, dass die Zahl der Todesopfer signifikant ansteigen würde, da Tausende vermisst wurden. Die jüngsten Berichte zeigten, dass die Rettungskräfte in Städten im Norden Venezuelas durch Trümmer suchten, weit über einen Tag nach dem stärksten Erdbeben in über einem Jahrhundert.

Die Ereignisse bestanden aus zwei Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5, die weniger als vierzig Sekunden auseinander in der späten Nacht am Mittwoch in den nördlichen Bundesstaaten nahe der Hauptstadt Caracas auftraten. Mehr als vier Tausend Menschen erlitten Verletzungen. Besonders schwer betraf die Küstenregion La Guaira, wo das Hauptflughafengebiet lag. Dort wurden Reihen von Wohnblöcken zu Trümmern reduziert, während die Menschen verzweifelt nach ihren Angehörigen suchten.

Die UN-Hilfsorganisation Ocha berichtete, dass allein in der Region La Guaira über hundert Gebäude eingestürzt waren. Dazu gehörten ein großes Wohnhaus namens Ritasol Palace und das Strandhotel Eduard. Die Regierung reagierte auf die Tragödie, indem die stellvertretende Präsidentin Delcy Rodríguez einen Notstand proklamierte. Sie kündigte die Einrichtung eines Wiederaufbaufonds in Höhe von 200 Millionen Dollar für beschädigte Krankenhäuser und Wohnhäuser an und appellierte an Unternehmen, schwere Baugeräte für die Rettungsarbeiten bereitzustellen.

Die dramatischen Szenen der Bergung von Menschen aus den Trümmern fanden am Donnerstag statt. Dennoch waren anfänglich wenige staatliche Rettungsteams außerhalb von Caracas zu sehen. Eine Frau aus La Guaira berichtete von ihrem 19-jährigen Sohn, der noch in den Trümmern seines siebstöckigen Wohnhauses gefangen war, da keine Maschinen zur Freilegung vorhanden waren.

Der US-Außenminister Marco Rubio erklärte, dass das Verteidigungsministerium bei der Entsendung von Such- und Rettungsteams in die betroffene Region helfen würde. Er betonte, dass die unmittelbare Priorität die Suche und Rettung blieb und dass die nächsten 72 Stunden entscheidend seien. Ein hochrangiger amerikanischer Militärbeamter traf in Caracas ein, um die US-Hilfsmaßnahmen zu koordinieren. Die internationale Hilfe begann zeitgleich mit der Ankunft von Unterstützung aus den Verbündeten.

Experten erklärten, dass die Erdbeben nicht miteinander in Verbindung standen. Sie teilten lediglich die Eigenschaft, dass sie entlang bekannter tektonischer Plattengrenzen mit hohem seismischem Risiko auftraten. Die zeitliche Abstimmung der Ereignisse am Mittwoch galt lediglich als Zufall. Die Erdbeben zeigten, dass Erdbeben täglich weltweit geschehen, und die meisten davon ereigneten sich weit entfernt von Menschen.

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