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Venezuela: Erdbeben töten Tausende, Rettungsbemühungen scheiterten

Nach zwei verheerenden Beben wurden Tausende getötet; Hilfslieferungen kamen zu spät

Ein Erdbeben in Venezuela forderte nach zwei aufeinanderfolgenden Beben mit der Stärke 7,2 und 7,5 eine hohe Zahl von Todesopfern. Nach vier Tagen fanden französische und amerikanische Rettungsteams Überlebende unter den Trümmern in Caraballeda. Die Zerstörung betraf fast 200 Gebäude in der Region. Die Todesrate stieg auf 1.450, was die kritische 72-Stunden-Frist für die Rettung von Opfern verpasste.

Die Suche nach Überlebenden verlief unter schwierigen Bedingungen. US-Helikopter und Personal aus Mexiko sowie aus anderen Ländern eilten zu den betroffenen Gebieten. Die Einsatzkräfte gruben manuell durch die verdichteten Schichten von Trümmern und Ruinen, um Angehörige zu finden. Die Regierungspresseführer lobten die Helfer, da sie weiterhin Menschen aus den Trümmern befreiten und die Hoffnung auf Überlebende aufrechterhielten.

Parallel zu den Rettungsarbeiten kam es in La Guaira zu Ausschreitungen. Die Stadt, die durch das Erdbeben stark beschädigt wurde, erlebte Plünderungen von Geschäften und Apotheken. Anwohner beklagten die langsame und unzureichende Hilfe, die von den Behörden kam. Dies verstärkte die Verärgerung in einigen Regionen, wo die Bevölkerung das Gefühl hatte, dass die staatlichen Maßnahmen unzureichend waren.

Die internationale Gemeinschaft reagierte mit Hilfsmaßnahmen. Vierundzwanzig Nationen sandten 521 Tonnen Versorgungsgüter, 86 Einheiten mit Hunden zur Suchhilfe und über 2.700 Such- und Rettungspersonal. Die Vereinten Nationen schätzten, dass bis zu 6,76 Millionen Menschen von den Katastrophen betroffen waren und dringend Unterkunft, Wasser und medizinische Versorgung benötigten.

Die Krise in Venezuela war bereits tiefgreifend. Die öllastige Nation erlitt mehr als ein Jahrzehnt wirtschaftlichen Zusammenbruch. Krankenhäuser und öffentliche Dienste wurden ausgehöhlt, was Millionen von Menschen zur Flucht zwang. Die Reparaturkosten für die physische Wiederherstellung beliefen sich auf 6,7 Milliarden Dollar, was sechs Prozent des Bruttoinlandsprodukts darstellte. Die politische Lage blieb angespannt, als eine Oppositionspolitikerin verkündete, bald in ihre Heimat zurückzukehren.

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