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Welt

Überlebender aus Venezuela wurde nach acht Tagen unter Trümmern gerettet

Komplexe Rettungsaktion erforderte internationale Hilfe

Ein Mann wurde nach acht Tagen unter Trümmern eines Gebäudes gerettet. Er war von zwei Erdbeben in Venezuela betroffen, die am 24. Juni auftraten. Einsatzkräfte gelang es, ihn mehr als hundert Stunden nach seiner Entdeckung aus den 140 Tonnen Schutt zu befreien.

Ein chilenischer Feuerwehrmann beschrieb die Rettungsaktion als „zweifellos die komplexeste und technisch schwierigste, die ich bewältigen musste“. Zahlreiche Rettungsteams aus Venezuela, Chile, Costa Rica, El Salvador, Mexiko, Portugal und den Vereinigten Staaten unterstützten die Bemühungen.

Die Arbeit stellte die Einsatzkräfte und den Überlebenden vor erhebliche Gefahren. Teile der Zugangsschächte, die die Retter zur Verfügung stellten, stürzten mehrmals ein, was die Gefahr für die Helfer und den Mann erhöhte.

Über Nacht gelang es den Suchteams schließlich, visuelle Kontakt zu dem Überlebenden aufzunehmen. In Aufnahmen, die mit einer kleinen Kamera im Schutt aufgenommen wurden, hörte ein chilenischer Feuerwehrmann, wie er den Mann bat, seinen Kopf zur Kamera zu drehen. Der Überlebende trug eine Gesichtsmaske und hatte einen blutigen Auge, welches die Retter durch ein kleines Loch berührten, um ihn vor Staub und Trümmern zu schützen.

Ricardo Arias von der Costa Ricanischen Rotkreuz erklärte gegenüber dem lokalen Journalisten Joan Camargo, dass Gil in stabilem Zustand war. Er betonte, dass man ihm Wasser geben und ihn an eine intravenöse Leitung anschließen konnte. Arias äußerte sich erstaunt über die Überlebensart des Mannes und sagte, dass er scheinbar unversehrt aus dem Einsturz des Einkaufszentrums entkommen sei. Er berichtete, dass der Überlebende sogar nach Speisen mit spezifischen Geschmacksrichtungen fragte und dass die Helfer seine Bitte erfüllten.

Marco Antonio Franco von der Mexikanischen Rotkreuz beschrieb Gil als „einen fröhlichen Mann“. Er erzählte der mexikanischen Nachrichtenplattform Milenio, dass der Überlebende sogar die Retter ermutigte und seine Kameraden erkannte. Gil befand sich in einer kleinen Betonkabine im Keller des Parkplatzes neben dem Galerias Playa Grande Einkaufszentrum in Catia La Mar, als die Erdbeben auftraten. Es schien, dass die Kabine eine Hülle um ihn bildete und ihn vor den 140 Tonnen Schutt schützte, die ihn umgaben und über ihn niederfielen.

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