Eine Gruppe venezolanischer Männer reiste im vergangenen Jahr unter der Trump-Administration nach El Salvador, wo sie in einem Terrorgefängnis inhaftiert und gefoltert wurden. Gegen die US-Fluggesellschaften CSI Aviation und GlobalX wurde diese Reise klagt. Die Klage, die diese Woche vor einem Bundesgericht in Washington D.C. eingereicht wurde, wirft den Unternehmen vor, gegen die zivilen Rechte der Männer verstoßen zu haben, sie gefälscht inhaftiert zu haben und vorsätzliche seelische Not zu verursachen. Die Kläger beklagten die Rolle der Fluggesellschaften bei den Flügen, die die Männer nach El Salvador brachten.
Die Klage besagte, dass CSI und GlobalX „große Anstrengungen“ unternommen hätten, um die sogenannten „Renditionsflüge“ durchzuführen. Diese Flüge erfolgten in Kooperation mit der US-Regierung und stellten einen klaren Verstoß gegen US- und internationale Gesetze dar. Die Klage behauptete zudem, dass die Unternehmen die Männer absichtlich nach El Salvador transportiert hätten, obwohl ein Bundesrichter die Rückkehr der Flüge angeordnet hatte und obwohl die Unternehmen wussten, dass die Männer im Terror-Inhaftierungszentrum (bekannt als „Cecot“) gefoltert wurden.
Ohne die Beteiligung von CSI und GlobalX wäre weder die Klägergruppe noch die gesamte Klasse in CECOT gebracht worden. Die Klage betonte, dass die Unternehmen durch ihre Komplizenschaft an den Verbrechen beteiligt waren. Die Unternehmen, die vom Verteidigungsministerium der Homeland Security beauftragt worden waren, genossen „beispiellose finanzielle Gewinne“ aus diesem Schema, während die venezolanischen Männer weiterhin erhebliche seelische Qualen durch die Demütigung, die Angst und die Grausamkeit erlebten.
Das Verteidigungsministerium antwortete auf spezifische Anschuldigungen in der Klage nicht, sondern verwies alle Fragen an die Regierung El Salvador. Die Regierung El Salvador versuchte ebenfalls nicht, die Vorwürfe brutaler Behandlung in Cecot öffentlich zu widerlegen. Berichte von Menschenrechtsorganisationen dokumentierten die brutalen Bedingungen und Folter innerhalb des Zentrums, wo Bewachern vorgeworfen wurde, Vergewaltigungen und Schläge verübt zu haben.
Die Fluggesellschaften CSI Aviation und GlobalX waren maßgeblich an der Massen-Deportationskampagne beteiligt. CSI hatte über einen mehrmillionen-Dollar-Vertrag mit der Immigration and Customs Enforcement (ICE) zusammengearbeitet, der die Durchführung der Deportationen ermöglichte. Die Unternehmen hatten somit eine zentrale Rolle bei der Durchführung der Flüge gespielt. Die venezolanischen Männer erlebten nach der Landung in El Salvador eine weitere Qual, da sie von der Sicherheitskräfte auf die Flugzeuge bestiegen und transportiert wurden.
Die drei Hauptkläger erlebten nach den Ereignissen anhaltende gesundheitliche und psychische Folgen. Die Unternehmen hatten ihre finanzielle Beteiligung an dem Schema und ihrer Beziehung zur Administration genossen, während die Männer die Folgen der erlittenen Erniedrigung und Terrorfolgen trugen. Der Bundesrichter James Boasberg überwachte die laufenden Verfahren und entschied, ob die gesamte Klasse venezolanischer Männer verklagt werden konnte.