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Kultur

Venice-Filmfestival: Medienmogule und politische Schatten

Murdoch und Musk im Fokus der Kunstwelt

Das Venezianische Filmfestival präsentierte dieses Jahr eine Auswahl, die die Medienmogule der Print- und digitalen Ära thematisierte. Danny Boyles neuer Film über Rupert Murdochs Akquisition der Sun sowie eine neue Dokumentation über Elon Musk standen in der Programmreihe der 83. Ausgabe. Diese Werke setzten die Debatte über Macht und Einfluss in den Mittelpunkt der Festivalveranstaltungen.

Boyles Werk, der auf dem Lido am 2. September eröffnete, spielte den australischen Schauspieler Guy Pearce in der Rolle des Zeitungsbarons Murdoch. Seine Anschaffung der Sun im Jahr 1969 hatte die Medienlandschaft dramatisch verändert und das öffentliche Leben in Großbritannien umgestaltet. Das Drehbuch schrieb Olivier Award-Gewinner und Drehbuchautor James Graham.

Alex Gibney, Oscar-Gewinner und erfahrener Filmemacher, präsentierte eine Dokumentation über die reichste Person der Welt, einen Rechtsextremisten und Besitzer des sozialen Netzwerks X. Diese vierstündige Dokumentation über Musk wurde außerhalb der Wettbewerbskategorie in Venedig gezeigt.

Venedig versuchte in jüngster Zeit, sich als das glamouröseste und prominenteste der drei großen europäischen Filmfestivals zu positionieren, im Gegensatz zu den künstlerisch anspruchsvollen Cannes und den politisch aufgeladenen Berlin. Das diesjährige Programm, vorgestellt von dem langjährigen künstlerischen Leiter Alberto Barbera, zog weiterhin große Stars zu den Wasserwegen Venedigs.

Martin McDonagh präsentierte seinen neuen Film Wild Horse Nine, in dem John Malkovich und Sam Rockwell als unwahrscheinliche CIA-Agenten in Chile vor dem Putsch von Augusto Pinochet agierten. Robert Pattinson traten als Hauptdarsteller in A24s Primetime auf, einem psychologischen Thriller, der von der US-Reality-TV-Sendung To Catch a Predator inspiriert war. Ebenfalls bemerkenswert war der Film Bunker, in dem Penélope Cruz und Javier Bardem als reale Ehepartner eine Reise nach London unternahmen. Die Filmreihe zeigte die Fähigkeit des Festivals, sowohl hochkarätige Unterhaltung als auch tiefgründige politische und historische Betrachtungen zu vereinen.

Im ernsteren Bereich zeigten sich Werke, die die dunklen Seiten der Macht beleuchteten. Der russischstämmige Filmemacher Ilya Khrzhanovsky zeigte den neuesten Film aus seinem Dar-Projekt, der einem stalinistischen Truman Show glich und von einem sowjetischen Forschungsinstitut inspiriert war, das zur Entstehung der ersten Atombombe beitrug. Der ukrainische Regisseur Sergei Loznitsa präsentierte seine Dokumentation Imperium, die sich mit einem Film befasste, der von der italienischen Kommunistischen Partei zur Glorifizierung des sowjetischen Triumphs in Auftrag gegeben wurde, jedoch seine Widersprüche enthüllte. Laura Poitras’ Dokumentation They’re Here untersuchte die Intervention der ICE in Minneapolis und den Tod von Renée Good, wobei zuvor nicht offengelegte Aufnahmen verwendet wurden.

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