Polizeibehörden untersuchten eine Reihe von gewalttätigen Vorfällen in Edinburgh, die zu fünf Verletzten führten. Die Ermittlungen betrafen eine Kette von Vorfällen, die am Freitag stattfanden und die Sicherheitslage in der Stadt belasteten. Die Organisation Muslim Engagement and Development teilte mit, dass mehrere der Verletzten Muslime waren. Die Polizei schloss die Ermittlungen gegen einen 36-jährigen weißen schottischen Mann ein und gab an, dass keine weitere Gefahr für die Öffentlichkeit bestand.
Die Beamten wurden zu einem Vorfall im Sighthill-Gebiet der Stadt gerufen, wo zwei Männer verletzt wurden. Zudem berichtete die Schottische Moscheen-Vereinigung über den Angriff auf zwei Anbetende nach ihrem Verlassen der Moschee in Broomhouse. Die Polizei erhielt anschließend Meldungen über Vorfälle bei Einzelhändlern in den westlichen und nördlichen Teilen der Stadt. Es wurde zudem berichtet, dass drei weitere Männer im Bereich der Telford Road und Leith Walk angegriffen worden seien.
Insgesamt erlitten fünf Männer unterschiedlichen Alters – zwei im Zwanzigerjahresalter und drei im Vierzigsten – Verletzungen. Drei von ihnen benötigten Krankenhausbehandlung; keines der Verletzungsbilder stellte eine lebensbedrohliche Situation dar. Die Polizei reagierte schnell auf die Berichte und reagierte auf mehrere Meldungen einer rasch fortschreitenden Ereigniskette in Edinburgh, bevor sie einen Mann festnahm. Die öffentliche Sicherheit stand dabei im Vordergrund der Reaktion der Einsatzkräfte.
Omar Afzal, Direktor für Öffentlichkeitsarbeit der Schottischen Moscheen-Vereinigung, äußerte tiefe Besorgnis und Empörung. Er betonte, dass die jüngsten Angriffe beunruhigend seien, jedoch nicht isoliert existierten. Er verwies darauf, dass muslimische Gemeinschaften seit Jahren die Folgen einer Normalisierung von anti-muslimischer Verachtung im öffentlichen Diskurs warnen. Er erklärte, dass, wenn Vorurteile unbeachtet blieben, ein Umfeld entstand, in dem einige Individuen ermutigt wurden, diese Verachtung umzusetzen.
Assistant Chief Constable Catriona Paton versprach eine klare Botschaft der Unterstützung für alle Gemeinschaften. Sie betonte, dass es keinen Platz für Rassismus oder Glaubensfeindlichkeit in Schottland gäbe, wenn die Menschen zusammenstanden. Sie erklärte, dass umfangreiche Arbeit zur Klärung aller Umstände lief und dass die Ermittlungen unter der Leitung des Crown Office und Procurator Fiscal Service durch Counter-Terrorism-Polizei unterstützt wurden. Die Behörden versuchten, die Hintergründe der Vorfälle umfassend zu klären.