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Wirtschaft

Versteckte Steuer: Wie Rechenzentren die Stromrechnungen in Irland erhöhten

Bericht enthüllt, wie die wachsende Dateninfrastruktur Haushalte belastete und eine Warnung für Europa darstellte

Ein Bericht enthüllte, dass die steigende Energieanforderung von Rechenzentren in Irland Hunderttausende von Euro auf die Stromrechnungen der Haushalte erhöhte. Diese Entwicklung folgte einem Muster, das sich möglicherweise auf ganz Europa ausdehnen konnte. Das wachsende Netz an Rechenzentren verbrauchte im vergangenen Jahr zwanzigundzwanzig Prozent des irischen Stromverbrauchs, was mehr war als die Summe aller städtischen Haushalte. Die Zentren entzogen der irischen Wirtschaft siebenhundertfünfzig Millionen Euro aus dem Wirtschaftsraum. Gleichzeitig erhöhten sie die Haushaltsrechnungen im Durchschnitt zwischen 2015 und 2023 um dreihundertsechzig Euro. Der Bericht argumentierte, dass die irischen Haushalte durch eine „versteckte Steuer auf Rechenzentren“ auf ihren Stromrechnungen subventioniert wurden.

Jill McArdle, eine Expertin von Beyond Fossil Fuels, warnte davor, dass der irische Fall eine Mahnung für Europa sei. Sie betonte, dass die unkontrollierte Expansion von Rechenzentren, angetrieben durch künstliche Intelligenz, massive Auswirkungen auf die Wirtschaft und die europäischen Haushalte hätte. McArdle betonte, dass diese Entwicklung in Kombination mit fossilem Gas eine toxische Mischung schuf und die Energiepreise für Menschen erhöhte, die bereits mit einer Energiekrise kämpften.

Die Vertreter der Rechenzentrumsbranche widersprachen diesen Befunden und behaupteten, der Sektor habe die Wirtschaft gestärkt. Die irische Regierung begrüßte die Expansion grundsätzlich und bezeichnete Rechenzentren als „zentralen Ermöglicher unserer technologiereichen Innovationswirtschaft“. Sie bestritt jedoch, dass diese Einrichtungen eine heimliche Steuer auf die Verbraucher erzeugten.

Seán Fearon, ein Forscher und Autor des Berichts, zeigte auf, dass die hohe, wachsende und unflexible Nachfrage der Rechenzentren die Anzahl der Stunden erhöhte, in denen Gas den Preis im irischen Stromsystem bestimmte. Er erklärte, dass diese hohe Rechenzentrums-Nachfrage und die Abhängigkeit von Gas bei Energieschocks die Preisspitzen verstärkten.

Je nach Wachstum der Rechenzentren könnten die durchschnittlichen irischen Haushalte zwischen 2025 und 2034 kumulativ weitere zweihundertneunzig bis sechshundertvierundvierzig Euro zahlen. Dies entsprach einem nationalen Gesamtbetrag zwischen sechshundertdreiunddreißig Millionen und anderthalb Milliarden Euro. Fearon forderte die Europäische Kommission auf, Irlands Beispiel zu beachten und Schutzmaßnahmen angesichts der Verbreitung von Rechenzentren – die teilweise durch künstliche Intelligenz vorangetrieben wurden – zu verstärken.

McArdle forderte, dass Rechenzentren durch zusätzliche erneuerbare Energie versorgt werden mussten. Sie argumentierte, dass Rechenzentren ihre eigenen Energiekosten tragen sollten. Andernfalls drohte Europa, in volatiles und teures fossiles Gas gefangen zu werden. Die Industriegruppen widersprachen dieser Forderung und betonten, dass die Investoren in die Rechenzentren beträchtliche Summen in die Wirtschaft injiziert hatten. Die Befürworter der Branche argumentierten hingegen, dass die Betreiber die Netzwerkkosten und die kommerziellen Stromkosten proportional zu ihrem Verbrauch trugen und dass sie den Großteil der Energiebedarfe aus zusätzlichen erneuerbaren Kapazitäten deckten.

IrlandDatacenterEnergieSteuerEU

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