Der neue Verteidigungsminister, Dan Jarvis, forderte Andy Burnham auf, den Weg zu einem Verteidigungsausgabenziel von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufzuzeigen. Jarvis bat Burnham, die Entwicklung hin zu einem NATO-Ziel darzulegen, welches jährlich weitere 25 Milliarden Pfund für die Armee bis zur Mitte des nächsten Jahrzehnts bedeutete.
Der ehemalige Fallschirmspringer zeigte sich zuversichtlich, dass der zukünftige Premierminister die nationale Sicherheit wertschätzte. Er hatte Burnham offen um finanzielle Mittel gebeten, die wahrscheinlich aus Kürzungen in anderen Bereichen gedeckt werden mussten.
Jarvis erklärte, dass er in der nächsten Haushaltsprüfung die Ressourcen für die Darstellung dieser Entwicklung zu 3,5 Prozent bereitstellen wollte. Er betonte, dass die Welt weitaus gefährlicher und komplexer sei geworden, als er es während seiner gesamten Lebenszeit erlebt hatte, was durch Berichte über russische Kriegsschiffe und Drohnenflotten bestätigt wurde.
Jarvis hatte bereits Kontakt zu Burnham und seinem Team aufgenommen, um Verteidigungsprioritäten zu erörtern und den vierjährigen Verteidigungsinvestitionsplan (Dip) zu besprechen, der erst kürzlich nach monatelangen Ministerstreit veröffentlicht worden war.
Der Vorgänger von Jarvis, John Healey, hatte im letzten Monat gekündigt, da Starmer nur eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf 2,68 Prozent des BIP bis 2030 zusichern konnte, was eine steile Kurve zur Erreichung des 3,5-Prozent-Ziels im Jahr 2035 bedeutete.
Burnham, der früher Bürgermeister von Greater Manchester und Gesundheitsminister war, besaß wenig Erfahrung in Verteidigung oder Außenpolitik. Er versprach jedoch in einem Interview, den Investitionsplan vollständig zu finanzieren und betonte, dass es bei einer Premierministerposition „keinen Kompromiss bei der Sicherheit der Nation“ gäbe.
Die Erreichung der NATO-Verpflichtung erforderte eine Verschiebung von 25 Milliarden Pfund in Richtung Verteidigung, welche durch Kürzungen in anderen Bereichen, zusätzliche Steuern oder höhere Kreditaufnahme finanziert werden musste. Jarvis erkannte, dass er den Verteidigungsfall gegenüber der Öffentlichkeit und den Kabinettskollegen vorbringen musste.
Jarvis erklärte, dass es im Hinblick auf die Buchhaltung von Whitehall „rutin“ sei, eine Finanzierungslücke für das nächste Budget zu lassen. Er argumentierte, dass man nicht von der Tatsache abgelenkt werden dürfe, dass man in kurzer Zeit mehr Geld verschoben und die Fähigkeiten geschärft hatte, insbesondere durch die Sicherung von etwa 600 Millionen Pfund für Drohnen.