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Politik

Vier Männer in Florida verurteilt wegen Mordkomplott gegen haitianischen Präsidenten

Verdächtige für den Mord an Jovenel Moïse in Port-au-Prince

Vier Männer aus Südflorida wurden am Freitag wegen der Planung des Mordes am haitianischen Präsidenten Jovenel Moïse verurteilt. Die Verurteilung erfolgte im Zusammenhang mit dem Vorwurf, dass die Angeklagten in einem Komplott zur Ermordung des Staatsoberhauptes beauftragt hatten. Die Ermittlungen zeigten, dass die Männer zwei Dutzend ehemaliger kolumbianischer Soldaten rekrutierten und ihnen Geld, Waffen sowie taktische Ausrüstung zur Verfügung stellten. Diese Aktivitäten dienten der Durchführung des Mordes an Moïse in seinem Wohnsitz in Port-au-Prince.

Der Präsident wurde im Juli 2021 an seinem privaten Wohnsitz erschossen, was eine erhebliche politische Lücke in der karibischen Nation hinterließ und die Gewalt durch kriminelle Gruppen verstärkte. Die Verurteilten Arcangel Pretel Ortiz, Antonio Intriago, James Solages und Walter Veintemilla stehen nun vor lebenslanger Haftstrafe. Sie wurden wegen mehrerer Anklagen verurteilt, darunter der Komplott zur Tötung und Entführung einer Person außerhalb der Vereinigten Staaten sowie die Bereitstellung von Mitteln für eine Tat, die zum Tod führte.

Die Verteidigung argumentierte, dass die Staatsanwaltschaft unzuverlässige Beweise aus Haiti verwendet habe. Die Abwehrseite behauptete, die Angeklagten hätten lediglich versucht, einen Haftbefehl gegen den Präsidenten zu erwirken, da dieser seine Amtszeit überschritten hatte. Zudem stellten die Verteidiger fest, dass Moïse bereits von seinen eigenen Sicherheitskräften und Beamten getötet worden war, als die kolumbianischen Soldaten zur Festnahme eintrafen. Sie bezeichneten die Taten als einen haitianischen Komplott und wiesen die Männer als Sündenböcke in einer fehlerhaften Untersuchung ein.

Unabhängige Experten betonten jedoch, dass dieser Fall nur ein kleiner Teil der gesamten Ermittlungen sei. Sie wiesen darauf hin, dass die Untersuchung des Mordes nicht alle Hintergründe beleuchten könne. Die Verurteilung der vier Männer verdeutlicht lediglich einen Aspekt der komplexen politischen und kriminellen Situation in Haiti, die durch den Tod des Präsidenten eine weitere Destabilisierung der Region zur Folge hatte.

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