Die Eigentümer einer Wikinger-Langschiff-Replika, die in dem Hollywood-Blockbuster The Odyssey erschien, beklagten sich über eine mangelnde Entschädigung. Die Besitzer des Schiffes, das Glad av Gillberga, fühlten sich nach der Rückgabe des Waffers beschädigt und der Studiofirma Universal, die die Reparaturkosten nicht übernahm, vergessen. Das Kriegsschiff, das auf einer Wrackstelle aus dem Jahr 1040 in der Fjord von Roskilde in Dänemark basierte, segelte erfolgreich durch die Nordsee, die Ostsee und sogar nach Kanada.
Nach sechs Monaten in den Händen von Universal, welches die Übernahme sämtlicher Reparaturkosten zugesichert hatte, erlitt das Schiff erhebliche Schäden, darunter am Heck und am Mast. Der Verein Vikingaleden, ein gemeinnütziger Wikinger-Zentrum in Värmland, Schweden, stellte fest, dass bei der Abrechnung der Materialien für die Reparatur – wobei die Arbeitsleistung der Freiwilligen nicht in Rechnung gestellt wurde – keine Zahlung von Universal eintraf.
Ein Jahr später, als der Christopher Nolan-Film, der Matt Damon, Tom Holland, Anne Hathaway und Zendaya verkörperte, weltweit große Einnahmen erzielte, wartete der Verein weiterhin auf die ausstehende Summe von sechstausend Dollar. Peter Olausson, Vorsitzender der Vikingaleden-Assoziation, äußerte sich über die Ungerechtigkeit, die durch das Versäumnis des Filmproduzenten entstand. Er betonte, dass die Vereinigung lediglich die Materialkosten in Rechnung stellte, nicht jedoch die Arbeitsleistung.
Olausson erklärte, dass Universal die sechstausend Dollar leisten könne, doch für die 200-Mitglieder-Assoziation, welche das Wikinger-Dorf und das Museum betreibt, diese Summe ein bedeutender Betrag darstellte. Die Vereinigung betonte, dass die ursprüngliche Vereinbarung bestand, dass das Schiff repariert und die finanziellen Kosten erstattet wurden.
Universal antwortete auf die Kritik. Ein Sprecher des Studios erklärte, dass die Unterlagen zeigten, dass sämtliche Rechnungen bezahlt worden seien, einschließlich der Reparaturen. Das Studio und die Produktion hatten die Assoziation kontaktiert, um etwaige Missverständnisse auszuräumen.