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Virgin Australia entschuldigte sich für die Entfernung eines Behindertenrechtsbehehrers vom Flug

Ein Vorfall mit einem Rollstuhlmotor führte zu Kritik an den Standards der Fluggesellschaft

Die Fluggesellschaft Virgin Australia entschuldigte sich bei einem Behindertenrechtsbehehrer, nachdem dieser von einem Flug entfernt worden war, weil er seinen Rollstuhlmotor transportierte. Der Aktivist berichtete, er habe sich durch die Vorgehensweise auf dem Flug „verlegen“ gefühlt. Die Fluggesellschaft kontaktierte den Herrn Shane Hryhorec am Mittwoch, zwei Tage nach der Veröffentlichung eines Videos, das den Vorfall an Bord eines Fluges aus Sydney zeigte.

Herr Hryhorec lebte mit einer C5-Inkomplettparaplegie und nutzte ein Rollstuhlfahrgerät mit einem elektrischen Hilfssystem. Im Video zeigte er, wie Flugpersonal ihm anwies, den Motor unter den Sitz zu verstauen, obwohl kein Platz zur Sicherung vorhanden war. Einige Mitarbeiter versuchten alternative Lösungen anzubieten, doch ein anderer Mitarbeiter sagte, die Besatzung der früheren Flüge habe „das falsche getan, um Ihnen entgegenzukommen“, und forderte ihn auf, die Aufnahmen zu löschen. Daraufhin wurde er vom Flug entfernt.

Seit dem Vorfall erhielt Hryhorec zwei telefonische Mitteilungen von der Fluggesellschaft, doch erst am Mittwoch erhielt er die Entschuldigung. Er äußerte sich kritisch über die Reaktion der Airline: „Es ist schön zu hören, dass sie Verantwortung übernehmen – etwas, das Fluggesellschaften normalerweise nicht tun – aber ich empfand, dass der Druck auf sie zunahm und sie keine Wahl hatten, was enttäuschend war.“

Die Fluggesellschaft veröffentlichte eine Erklärung, in der sie sich „aufrichtig für Herrn Shane Hryhorec nach seinem jüngsten Erlebnis entschuldigte“. Sie räumte ein, dass sie ihre eigenen Standards bei der Handhabung der Situation nicht erfüllt hatte. Die Airline versprach, aus dem Vorfall zu lernen und bemühte sich, die Standards zu erfüllen, die alle Mitarbeiter von Virgin Australia anstrebten.

Hryhorec erklärte, dass sein Erlebnis unter den Erwartungen der Airline lag. Er forderte jedoch nicht nur eine Schadensminderung für die Marke, sondern eine tatsächliche Veränderung. Sein Ziel sei einfach gewesen, dass Menschen mit Behinderungen in Australien ohne Stress und Angst fliegen konnten. Er betonte, dass jede Berührung im Luftfahrtsektor ableistisch sei und dass Menschen mit Behinderungen täglich mit Stress konfrontiert seien.

Die australische Menschenrechtskommission erhielt zwischen 2016 und 2022 über hundert Beschwerden wegen Diskriminierung von Fluggesellschaften. Die Bundesregierung veröffentlichte 2024 ein Luftfahrt-Whitepaper, das die Barrieren, denen Menschen mit Behinderungen auf ihren Reisewegen begegnen, anerkannte und Verpflichtungen für Fluggesellschaften und Flughäfen festlegte. Der Vorfall verdeutlichte, dass die Herausforderungen für Menschen mit Behinderungen auf den Reisewegen fortbestehen.

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