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Wissenschaft

Visumverweigerungen blockierten Fachkräfte: Die Krise der Mutterschaft

Midwives wurden von internationalen Konferenzen ausgeschlossen, während Millionen von Todesfällen ignoriert blieben

Die Ausschlussgründe für Visa verstarben den Fortschritt im Bereich der Mutter-Kind-Gesundheit. Experten aus betroffenen Ländern wurden von den Gesprächen ausgeschlossen, was die globale Debatte über vermeidbare Todesfälle lahmlegte. Auf dem internationalen Kongress der Geburtshelferinnen (ICM) in Lissabon verlangten dringende Appelle für Delegierte aus Ländern wie Nigeria, Ghana, Ruanda und Indien. Diese Länder trugen den grössten Anteil der Todesfälle in der Geburtshilfe.

Die Leiterinnen der ICM äußerten grosse Besorgnis über die jüngsten Visaablehnungen. Sie argumentierten, dass die Verweigerungen die Arbeit von Fachkräften behinderten, die in Regionen mit der höchsten Belastung tätig waren. Eine Beraterin der ICM bezeichnete die Situation als eine klare Ungerechtigkeit. Sie stellte die Frage, wie man eingreifen konnte, wenn die Forscher und Professoren, die das Zentrum der Forschung bildeten, verbannt wurden.

In Uganda zeigte die Geburtshelferin Harriet Akello, wie fragmentierte und risikoreiche Geburtssysteme umgestaltet werden konnten. Sie erklärte, dass die Weltpolitik in Lissabon stattfand, während sie in Uganda versuchte, die Notwendigkeit ihrer Reise zu erklären. Sie empfand dies als eine Demütigung und als eine Stille, die ihre Arbeit verstummte.

Auch in Bangladesch und der Demokratischen Republik Kongo erlebten Geburtshelferinnen und Gewerkschaftsführerinnen die Folgen der politischen Entscheidungen. Trotz Zusagen von Regierungsbeamten, zusätzliche Fachkräfte zu entsenden, wurden Visa verweigert. Dr. Arthur Munkana aus der Demokratischen Republik Kongo beklagte, dass gute Geburtshelferinnen eine Schlüsselbehandlung darstellten, doch er selbst keine Reiseerlaubnis erhielt.

Diese Situation offenbarte eine klare Geschlechterungerechtigkeit. Forscherinnen bemerkten, dass die Ausschlussentscheidungen eine offene Diskriminierung gegen die gerechte Teilnahme an internationalen Konferenzen darstellten. Die portugiesische Außenministerin erklärte, dass die Visumprüfungen streng und objektiv nach den Schengen-Regeln erfolgten.

Die Welt verlor jährlich etwa zweihundertsechzigtausend Frauen durch Geburt, und Millionen von Säuglingen verstarben. Die Weltgesundheitsorganisation forderte Regierungen auf, Geburtshelferinnenmodelle als Kernservice zu etablieren. Die Welt benötigte eine Million Geburtshelferinnen für angemessene Personalbesetzungen, so schätzte die ICM. Zudem berichtete die Konferenz über die Auswirkungen von Blutungen während der Geburt, welche siebenundzwanzig Millionen Frauen jährlich betrafen und erhebliche Kosten verursachten.

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