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Wissenschaft

Vogelgrippe: Erste Massensterblichkeit in Australien beunruhigend

H5N1-Virus verbreitete sich rasch; Silbermöwen gelten als potenzieller Überträger

Eine erste Massensterblichkeit von Vögeln wurde an der südaustralischen Küste vermutet. Mehr als achtzig tote und kranke Vögel wurden auf Felsen bei Baudin Rocks registriert. Diese Ereignisse deuteten darauf hin, dass das tödliche H5N1-Vogelgrippe-Virus nur sechs Wochen nach seiner Ankunft in Australien eine signifikante Eskalation darstellte. Die Behörden berichteten, dass durch Helikopterüberwachung neunundvierzig tote Großen Kormorane und fünfunddreißig kranke Kormorane entdeckt wurden.

Die zuständige Tierärztin der Südaustralien, Skye Freuan, erklärte, dass es sich bei den Beobachtungen um die erste Massensterblichkeit durch die Krankheit handelte. Zudem meldete Südaustralien drei vermutete positive Fälle bei anderen Großen Kormoranen, darunter ein Fall im Inland in Monarto. Dies signalisierte, dass die Krankheit begonnen hatte, sich von der Küste wegzubewegen, wo mehrere Geflügelbetriebe lagen.

Auch drei Silbermöwen wurden als positiv eingestuft. Diese Entdeckungen verstärkten die Besorgnis. Experten des Invasiven Arten Rates bemerkten, dass die Krankheit nun „an Fahrt aufnahm“ und die Entwicklung in Südafrika nachahmte. Sie bemerkten, dass die Möglichkeit einer ersten Massensterblichkeit kurz nach der Erklärung der Unbehandelbarkeit des Virus die Geschwindigkeit der Eskalation verdeutlichte.

Die Situation stellte eine ernste Bedrohung für die heimische Vogelwelt dar. Die Silbermöwen wurden als potenzielle Überträger identifiziert, da sie von totem oder sterbendem Tier fressen und somit das Virus leicht aufnehmen konnten. Sie sammelten zudem Abfallmaterial aus Gewässern und überschwemmten Gebieten, welche als Brutgebiete der Krankheit galten. Diese Vögel konnten das Virus somit in das Landesinnere tragen und in städtische Vogelpopulationen einführen.

Die Suszeptibilität der heimischen Arten blieb unbekannt, doch die Befürchtungen waren groß. Vögel, die sich um Wasser versammelten, waren besonders anfällig. Die Situation erzeugte bei den Naturschutzorganisationen ein Gefühl der Verzweiflung. Die Beobachter berichteten, dass die Winterzeit für Vogelbeobachter entlang der Küste eine der besten in zehn Jahren war, doch diese Beobachtungen wurden durch Vögel gefärbt, die möglicherweise das H5N1-Virus trugen.

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