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Wissenschaft

Vogelgrippe tötete mehr als 75 Prozent der Jungfische auf australischen Inseln

Neue Forschungsergebnisse zeigten die Ausbreitung des Virus im Subantarktischen

Die Vogelgrippe hatte mehr als fünfundsiebzig Prozent der Jungfische auf den abgelegenen australischen Inseln getötet. Neue wissenschaftliche Untersuchungen zeigten, dass das Virus H5N1 südlichen Elefantenseel-Jungtieren auf Heard- und McDonald-Inseln stark zugesprochen hatte. Diese Ergebnisse verdeutlichten die ernste Bedrohung für die marinen Ökosysteme in dieser Region.

Forscher nutzten Daten aus dem Oktober und Januar, um die Auswirkungen des Virus zu analysieren. Sie schätzten, dass von einer Gruppe von siebzehntausend Jungfischen auf Heard-Inseln dreitausenddreihundertneunundfünfzig Tiere durch die H5N1-Variante seit August getötet wurden. Dies entsprach über siebenundfünfzig Prozent der gesamten Population. Die Mortalitätsrate erreichte in einem Bereich sogar neunundsiebzig Prozent.

Die Studie identifizierte sechs Arten, die positiv auf die H5N1-Variante getestet wurden. Dazu gehörten der südliche Elefantenseel, König- und Gentoo-Pinguine, der antarktische Fettseel sowie der South George Taucherpetrel. Die Beobachtungen zeigten zudem höhere Todesfälle bei Pinguinpopulationen als erwartet. Dies bestätigte die Haupttodeszone bei den Elefantenseel-Jungtieren, während die Auswirkungen auf die Pinguine geringer blieben.

Die Forscher erklärten, dass diese Beobachtungen der erste Nachweis der Vogelgrippe in einem australischen Außengebiet waren und die fortlaufende Ostbewegung des Virus im Subantarktischen demonstrierten. Die Ergebnisse ähnelten jenen auf anderen Subantarktischen Inseln, wie beispielsweise der Südgeorgien, wo Elefantenseel besonders stark betroffen waren.

Die Umweltministerin Murray Watt äußerte sich besorgt über die Seelertote. Sie betonte, dass Australien nicht in der Vorbereitung auf eine mögliche Einschleppung des Virus auf den Festlandbereich entspannt sein durfte. Es sei notwendig, realistisch über die Wahrscheinlichkeit einer Incursion nachzudenken und entsprechend zu planen.

Wissenschaftler vermuteten, dass die Vogelgrippe im August durch wandernde Vögel aus den französischen Crozet-Inseln auf die Inseln gelangt war. Das australische Antarktische Programm versprach, die Territorien weiterhin auf Anzeichen der Vogelgrippe zu überwachen.

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