Drei Personen starben am Berg Dukono auf der Insel North Maluku nach einem Vulkanausbruch am Freitagmorgen. Die Eruption führte zur Freisetzung einer Aschssäule, die zehn Kilometer in die Luft reichte. Die Opfer gehörten zu einer Gruppe von zwanzig Teilnehmern, die trotz bestehender Einschränkungen auf dem Berg wanderten. Die Suche nach dem Rest der Gruppe wurde von den Rettungskräften durchgeführt, die die verbliebenen Wanderer aus dem Gebiet evakuierten.
Der Vulkan Dukono hatte seit dem letzten März mehr als zweihundert Mal ausgetreten. Behörden hatten zuvor Warnungen vor dem Besteigen des Berges wegen Sicherheitsbedenken ausgesprochen. Die jüngste Eruption ereignete sich um 07:41 Uhr Ortszeit, als mehrere Personen bei morgendlichen Wanderungen auf dem Berg waren. Indonesische Beamte bestätigten den Tod von zwei Singapurensen und einem lokalen Bewohner aus der nahegelegenen Stadt Ternate. Die Todesursache des lokalen Opfers blieb unklar, während die beiden ausländischen Opfer als männlich identifiziert wurden.
Die Leichen der drei Verstorbenen befanden sich noch auf dem Berg, obwohl die Mehrheit der Wandergruppe sicher evakuiert und ins Krankenhaus gebracht wurde. Zwei Mitglieder der Gruppe, die als Träger fungierten, blieben zurück, um die Rettungseinsätze zu unterstützen und die Körper zu lokalisieren. Die Bergung der Leichen wurde durch wiederholte Eruptionen, schwieriges Gelände und starke Explosionen behindert. Die Operationen zur Erreichung des Kraters wurden bei Einbruch der Nacht pausiert und sollten am folgenden Tag fortgesetzt werden.
Ein lokaler Führer berichtete von aufsteigendem Druck im Vulkan, was auf eine bevorstehende Aktivität hindeutete. Experten betonten, dass aktive Vulkane keinesfalls als gewöhnliche Touristenziele betrachtet werden dürfen. Die Behörden untersuchten mögliche Fahrlässigkeit von Touristenbetreibern oder Einzelpersonen, die trotz Warnungen den Berg bestiegen. Diese Untersuchung zielt darauf ab, eine vollständige Aufklärung des Vorfalls zu ermöglichen.
Die Volkanologie-Zentrale Indonesiens weist auf die hohe Aktivität des Dukono hin und empfiehlt Touristen und Bergsteiger, sich von einem Radius von vier Kilometern um den Hauptkrater fernzuhalten. Diese Zone dient dem Schutz vor herabfallenden Gesteinsbrocken, Asche und Lava. Experten warnen davor, dass die Darstellung von erfolgreichen Abstiegen in den sozialen Medien die tatsächliche Gefahr verschleiern kann und somit die öffentliche Wahrnehmung der Risiken verzerrt.