Ein Ausbruch des Vulkans Dukono auf der Insel Halmahera führte zu einem tragischen Unglück. Ein indonesischer Führer, der eine Gruppe von Bergsteigern führte, berichtete von dem erschütternden Moment des Ausbruchs am Freitag, bei dem drei Personen in seiner Gruppe ums Leben kamen. Reza Selang, der die Expedition leitete, überlebte die Eruption knapp, da ein großer Felsbrocken, der aus dem Krater geworfen wurde, zwei weitere Wanderer traf. Selang äußerte sich nach dem Ereignis tief verzweifelt und ungläubig über die Situation.
Die indonesischen Behörden bestätigten, dass zwei Singapurer und eine indonesische Person bei dem Ereignis starben. Die übrigen Wanderer konnten jedoch sicher aus dem Gebiet der Halmahera-Inseln evakuiert werden. Die Gruppe von zwanzig Bergsteigern hatte den Gipfel erklommen, obwohl vorangegangene Warnungen gegen solche Aktivitäten ausgesprochen worden waren. Selang erklärte, er wisse nichts von den Verbotsregeln, da ihm seine lokalen Mitarbeiter die Einschränkungen nicht mitgeteilt hatten.
Selang berichtete, dass die Gruppe am Donnerstag Nachmittag ohne jegliche Anzeichen vulkanischer Aktivität begann. Am folgenden Morgen, als sie den Gipfel erreichten, herrschte Ruhe. Erst als Selang eine Drohne zum Krater schickte, beobachtete er keine sichtbare Aktivität oder Rauch. Eine Minute später ereignete sich die Eruption. Innerhalb dieser kurzen Zeitspanne erfolgten zwei Ausbrüche: Der erste setzte lediglich Rauch frei, während der zweite sämtliches vulkanisches Material freisetzte.
Während die Gruppe in Panik nach unten eilte, entdeckte Selang einen Wanderer, der nahe dem Krater lag. Als er versuchte, den Wanderer zu retten, traf ein Felsbrocken auf den Wanderer und traf gleichzeitig einen anderen Teilnehmer. Der Fels traf beide Personen und erdrückte sie augenblicklich. Die Rettungskräfte begannen sofort mit der Suche, und der Körper einer dritten Person wurde am Samstag nahe dem Gipfel gefunden, während die Überreste der anderen beiden Wanderer am Sonntag zurückgeholt wurden.
Die Behörden haben die Kletterexpedition als Verstoß gegen die Vorschriften eingestuft und sprachen von „möglicher Fahrlässigkeit durch Tourismusbetreiber oder Einzelpersonen“. Die Polizei untersuchte die Rolle der Beteiligten, wobei die Verantwortung für die Gefahr des gefährlichen Aufstiegs geprüft wurde. Selang gab seine Drohnenaufnahmen als Beweismittel ab. Er räumte ein, dass er zwar die Kletterverbote nicht kannte, aber wusste, dass Dukono in das Niveau Zwei des indonesischen Vulkanausbruchs-Warnsystems eingestuft war.
Selang verarbeitete das Ereignis als eine tiefe Schuld und bedauerte die Verluste zutiefst. Er äußerte Bedauern über die Entscheidungen und fragte sich über die Konsequenzen seiner Handlungen. Er bat um Vergebung für die Opfer und ihre Familien und äußerte den Wunsch, sich zu entschuldigen.