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Wirtschaft

Volkswagen verzeichnete Profitrückgang und Kürzungen bei Arbeitsplätzen wegen chinesischer Konkurrenz

Radikale Restrukturierung geplant, um Wettbewerbsfähigkeit zu sichern

Volkswagen meldete einen starken Rückgang des Gewinns und reduzierte seine Umsatzprognose infolge eines Verkaufsrückgangs in China. Der deutsche Automobilhersteller vollzog ein drastisches Kostensenkungsprogramm, welches bis zu einhunderttausend Arbeitsplätze eliminierte. Die Weltmarktführer in der Fahrzeugproduktion erwarteten einen Rückgang der Verkäufe um bis zu drei Prozent in diesem Jahr, eine deutliche Abkehr von der früheren Prognose einer Steigerung. Dieser Rückgang resultierte aus der schwachen Marktlage im hochkompetitiven chinesischen Markt.

Der Verkaufsrückgang erhöhte den Druck auf das Unternehmen, die Kosten zu senken. Der Aufsichtsrat lehnte die Pläne des Vorstandsvorsitzenden Oliver Blume ab, vier Werke in Deutschland zu schließen. Die Zielvorgabe für die Entlassungen erhöhte sich auf einhunderttausend, was das bereits von den Gewerkschaften vereinbarte Maß verdoppelte. Der operative Gewinn des Unternehmens sank im zweiten Quartal um neun Komma fünf Prozent auf drei Milliarden fünfhundert Millionen Euro, was unter die Erwartungen der Analysten fiel.

Blume kämpfte mit den Gewerkschaften, um das radikale Umstrukturierungsprogramm durchzusetzen. Die geplanten zusätzlichen Entlassungen betrafen hauptsächlich administrative Positionen in der globalen Geschäftstätigkeit des Konzerns. Des Weiteren beinhaltete der Plan die Reduzierung der Modellreihe um bis zu die Hälfte. Volkswagen verzeichnete im ersten Halbjahr sechs Komma drei Prozent weniger Fahrzeuge weltweit, etwa vier Millionen Einheiten, primär bedingt durch Schwierigkeiten in China. Die Verkaufszahlen in China sanken im ersten Jahr um mehr als dreiunddreißig Prozent, während die Verkäufe in Europa und Nordamerika zunahmen.

Russ Mould, Investmentdirektor bei AJ Bell, bemerkte, dass die Lage verdeutlichte, wie westliche Automobilhersteller durch heimische Akteure im chinesischen Markt unter Druck gerieten. Blume erklärte, dass chinesische Hersteller ihre Exporte scharf erhöht hätten, was den Druck in Europa verstärkte. Er betonte, dass das Umstrukturierungsprogramm unerlässlich sei, um das Unternehmen „innovativer, schneller, attraktiver und robuster“ zu machen.

Die Aktie von Volkswagen fiel nach der Veröffentlichung der jüngsten Finanzzahlen um anderthalb Prozent, und der Wert sank in den letzten fünf Jahren um sechsundsechzig Prozent. Mould äußerte sich pessimistisch hinsichtlich der zukünftigen Herausforderungen für Oliver Blume, da sein Plan zur Wiederherstellung eines Wachstumspfades drastische Kostensenkungen erforderte. Die Durchsetzung dieser Maßnahmen gegen den Widerstand der Gewerkschaften blieb eine offene Frage, ob sie ausreichen würden, um den Markt zu gewinnen.

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