Zwölf Menschen starben bei einem Waldbrand in Almeria, Südspanien. Die Brände entfachten unter extremen Temperaturen, und etwa hundertfünfzig Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen. Die Todesfälle stiegen auf zwölf, nachdem sechs weitere Todesfälle bestätigt worden waren. Die Tragödie ereignete sich im kleinen Ort Bedar, wie die regionale Regierung Andalusiens in einer Erklärung mitteilte.
Die Brände verursachten Verletzungen bei mindestens sechs Personen, darunter eine Frau, die Verbrennungen erlitt, sowie eine weitere Person, die an Rauchvergiftung litt und ins Krankenhaus gebracht wurde. Vier weitere Personen erhielten vor Ort Behandlung für leichte Verbrennungen und Atemwegsprobleme, die durch den dichten Rauch verursacht wurden. Die Behörden konnten die Ursache des Feuers noch nicht feststellen, doch Zeugen berichteten den Beamten, dass der Brand möglicherweise durch einen herabgestürzten Strommast ausgelöst worden war, welcher trockenes Unterholz entzündet hatte und sich rasch durch das umliegende Waldgebiet ausbreitete.
Während der Brand ausbreitete, wurden Straßen gesperrt und die Anwohner evakuiert. Etwa fünfzig Menschen fanden Unterkunft in einem Kulturzentrum. Die spanische Militärnotfalleinheit, die bei größeren Notfällen entsandt wurde, trat in den kommenden Stunden den Kampf gegen die Brände bei.
Der Landesregierungschef Andalusiens, Juanma Moreno, drückte sein Beileid den Familien der Opfer aus und bezeichnete den Vorfall als „eine Tragödie“. Der Waldbrand trat inmitten einer Hitzewelle auf, die in Teilen Andalusiens in den letzten Tagen orangefarbene Wetterwarnungen der zweithöchsten Stufe auslöste. Bundeskanzler Pedro Sánchez hatte bereits im Mai angekündigt, dass Spanien dieses Jahr die größte Sommer-Waldbrand-Reaktion einsetzen würde.
Feuerwetter – eine Kombination aus Hitze, Dürre und starkem Wind – nahm in Teilen aller Kontinente zu. Der menschengemachte Klimawandel erhöhte die Wahrscheinlichkeit von Bränden und die Ausdehnung der verbrannten Flächen in Südeuropa, Nord-Eurasien, den Vereinigten Staaten und Australien. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigten zudem Zunahmen in Südchina. Die Klimaveränderung verlängerte die Waldbrandzeit weltweit im Durchschnitt um etwa zwei Wochen. Spanien erlebte in den letzten Jahren zunehmend häufigere und langanhaltendere Hitzewellen, wobei Temperaturen oft 40 Grad Celsius überschritten. Im Jahr 2025 verbrannten in Spanien über 393.000 Hektar, was das schlimmste Waldbrandjahr des Landes in jüngster Zeit darstellte.