Ein massiver Vorfall wurde wegen eines Waldbrandes im Cairngorms-Nationalpark erklärt. Das Feuer brannte seit über einer Woche und bedrohte das gesamte Dorf. Die Polizei verkündete, dass die gesamte Siedlung evakuiert worden war. Beamte der Polizei Schottlands berichteten, dass eine signifikante Veränderung der Wetterbedingungen vorlag. Verstärkte Winde machten das Feuer, das elf Tage außer Kontrolle geraten war, noch schwieriger zu bekämpfen.
Die verschlechterte Situation führte zu einem Treffen des Resilienzraums der schottischen Regierung (SGoRR). Dieses Treffen wurde vom Premierminister John Swinney geleitet und umfasste hochrangige Vertreter der Notfalldienste sowie Regierungsminister. Die Bewohner von Nethy Bridge wurden in ein spezielles Notunterkunftszentrum im Macdonald Aviemore Hotel gebracht. Die Zufahrtsstraßen wurden gesperrt, da die Gefahr bestand, dass das Feuer das Dorf erreichte.
Swinney erklärte, dass die wechselnden Windverhältnisse die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Waldbrandes intensiviert hätten. Er betonte, dass der Rettungsdienst Schottlands (SFRS) seine Ressourcen auf die Einrichtung einer Brandfhrungszone konzentrierte. Er dankte allen Ersthelfern für ihre Arbeit, die seit der ersten Meldung am Mittwoch geleistet worden war. Er versprach weiterhin den Kontakt mit dem SFRS und den Partnern und kündigte an, dass der SGoRR erneut zusammenkommen würde.
Der Waldbrand brach am Mittwoch, dem 15. Juli, in der Nähe des Dorfes Glenmore aus. Das Feuer erfasste eine Fläche von etwa sechs Quadratkilometern Heideland und kleinen Bäumen. Die Rauchwolke zog bis nach Aberdeen, etwa sechzig Meilen (97 Kilometer) von dem Startpunkt entfernt. Mehr als fünfhundert Feuerwehrleute mobilisierten sich mit Spezialgeräten, Geländefahrzeugen, Hubschrauber-Wasserbomben und Partneragenturen, teilten hochrangige Vertreter der Notfalldienste mit.
Die Einsatzkräfte arbeiteten in einem weiten und herausfordernden Gelände zusammen mit der Forst- und Landesregierung Schottlands, der Behörde des Cairngorms-Nationalparks, Landbesitzern, Forstwirten und Notfalldiensten. Ihre Expertise und ihr lokales Wissen waren entscheidend für die Reaktion auf diesen komplexen und dynamischen Vorfall. Am Samstag erklärte Superintendentin Judy Hill der Polizei Schottlands, dass die Wetterbedingungen der letzten zwanzigvier Stunden weitere Komplexität hinzufügten. Da Beweise zeigten, dass das Feuer auf Nethy Bridge zog, wurde die Entscheidung getroffen, einen Großvorfall zu erklären und die Bewohner vorsorglich zu evakuieren. Zudem warnte die Feuerwehr Schottlands die Anwohner in Tomintoul, etwa zehn Meilen östlich von Nethy Bridge, davor, Fenster und Türen aufgrund der Rauchbelastung zu öffnen.