Warnungen bezüglich der Luftqualität blieben in den Vereinigten Staaten bestehen, da der Waldbrandrauch das Land weiterhin umhüllte. Experten erwarteten, dass an Samstag über weite Teile der USA und Kanadas weiterhin gefährliche Bedingungen herrschten, da Unsicherheit bestand, wohin der dichte Rauch aus Ontario und Minnesota weiterziehen würde.
Bestimmte Regionen des Mittleren Atlantiks und des Nordostens erlebten die schlechte Luftqualität bis zum Nachmittag des Samstags. Es bestand eine hohe Wahrscheinlichkeit für Gewitter, welche zwar eine gewisse Erleichterung bringen konnten, aber auch Risiken wie Sturzfluten und starke Winde mit sich brachten. Gleichzeitig erlebten Teile des Mittleren Westens und der Großen Seen Regionen weiterhin gefährliche Luftverhältnisse.
Der Rauch stellte auch Fragen hinsichtlich der Luftqualität in New Jersey, wo das Weltcup-Finale zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag stattfand. Wind trieb den Waldbrandrauch jedoch nach Osten in die USA, sodass die Bedingungen am Spieltag am Samstag voraussichtlich besser wurden.
Die unkontrollierten Brände brachten auch in Ontario und im Wildgebiet der Boundary Waters Canoe Area in Minnesota zu Problemen, weshalb US-Beamte diese Gebiete schlossen, um die Flammen zu bekämpfen. Über die vergangene Woche hinweg atmeten Zehntausende von Menschen in Kanada und den USA ungesunde Luft ein, was zu Augenreizungen, der vorübergehenden Schließung einiger Unternehmen und der Absage vieler Außenveranstaltungen führte.
In Minnesota, Illinois, Michigan und dem Nordosten der USA, darunter Detroit und Washington D.C., verzeichneten die Gemeinden einige der schlimmsten Luftqualitätswerte der Welt, wie die Messplattform IQAir berichtete. Behörden in New York, New Jersey, Pennsylvania und anderen nordöstlichen Staaten verteilten zudem kostenlose Schutzmasken, um die Bevölkerung zu warnen.
Langfristige Exposition gegenüber Rauch führte zu Komplikationen bestehender Gesundheitsprobleme und verursachte chronische und tödliche Erkrankungen, darunter Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf- und neurologische Leiden sowie vorzeitigen Tod. Wissenschaftler stellten fest, dass der Waldbrandrauch mit Zehntausenden von Todesfällen pro Jahr in Verbindung stand und dass die menschengemachte Klimakrise einen wachsenden Anteil dieser Todesfälle verursachte.