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Walkadaver auf dänischer Insel: Deutsche Rettungsversuche scheiterten

Umweltbehörde plant Entfernung wegen Gesundheitsrisiko und potenzieller Explosion

Behörden in Dänemark planten die Entfernung eines Walkadavers von der Insel Anholt. Die Maßnahme erfolgte aufgrund von Bedenken hinsichtlich eines möglichen Gesundheitsrisikos. Der tote Wal wurde am vergangenen Wochenende entdeckt, zwei Wochen nach einem privaten Rettungsversuch, der den Wal über Wochen entlang der deutschen Ostseeküste stranden ließ.

Die Umweltbehörde Dänemarks leitete eine postmortale Untersuchung des Tieres ein. Sie mahnte die Inselbewohner, Abstand zum Kadaver zu halten, da das Risiko einer Infektion bestand. Die Behörde gab jedoch keine zeitliche Planung für die Entfernung des Tieres bekannt. Es wurde lediglich angekündigt, dass Arbeit an einer Lösung für eine postmortale Untersuchung sowie die Sicherung wissenschaftlicher Proben für Forschungszwecke voranschritt.

Die Sorge um die Sicherheit des Kadavers intensivierte sich, da das Tier durch den Gasaufbau bei der Zersetzung in seiner Größe zugenommen hatte. Einige Inselbewohner äußerten die Befürchtung, dass der Wal explodieren könnte. Ein lokaler Bewohner entgegnete jedoch, dass er die Sorgen nicht teilte und die Situation der Natur überließ.

Die genaue Herkunft des Wals auf einer Insel vor der Küste Ostjutlands in das Kattegat-Meer blieb ein Rätsel. Das Boot, das das Säugetier von Deutschland wegräumte, ließ es etwa 70 Kilometer vor der nördlichen Spitze Dänemarks ins Meer. Diese Saga fesselte die Deutschen seit Anfang März und erregte bei den Inselbewohnern auf Anholt Neugier.

Mehrere deutsche Touristen erschienen in den letzten Tagen auf der Insel, um die jüngsten Entwicklungen zu verfolgen. Einige Medien nannten den Wal „Timmy“, benannt nach dem Sandbank, auf dem er zuerst strandete, während andere ihn „Hoffnung“ nannten. Zwei private Unternehmer hatten versucht, den Wal zu retten, doch deutsche Experten hatten stets gewarnt, dass das Tier sehr schwach war und dem Ertrinken ausgesetzt blieb. Im April gaben die Behörden die Hoffnung auf das Überleben des Tieres auf.

Das Tier strandete in der Lübeck Bucht, nachdem es anscheinend in Netze geraten war. Nach einem ersten Rettungsversuch schwamm es weiter östlich entlang der Ostseeküste und landete auf der Insel Poel, bevor es Ende April in ein Boot gebracht und in das Nordsee gefuhrt wurde. Offiziell besaßen die Behörden jedoch einen GPS-Tracker, den während des Rettungsversuchs angebracht worden war, was die Identifizierung des Wals ermöglichte.

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