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Walrus verlässt Schottland: Wanderer sucht neue Heimat in Norwegen

Ein junges Tier durchquerte die Nordsee und wirft Fragen nach dem Einfluss des Klimawandels auf arktische Lebensräume auf

Der wandernde Wal Magnus verließ Schottland und fand in Norwegen neue Heimat. Dieser peripatetische Wal, der als lokaler Star entlang der nordöstlichen Küste Schottlands bekannt wurde, wurde nun in Norwegen gesichtet und beendete seine keltische Reise. Der junge männliche Wal erhielt seinen Namen Magnus, nachdem er am 16. April seine geschätzten 2,5 Meter langen Körper aus dem Meer auf den Pier von Stronsay in Orkney gezogen hatte.

Obwohl Walrosse üblicherweise auf dem Meereis ruhten, wurde Magnus an der Moray-Küste auf Pontons und Piers gesichtet, nachdem er 200 Meilen in Richtung schottischer Festlandküste geschwommen war. Die Sichtungen des Walss auf den Piers und Pontons zogen Hunderte von Zuschauern an. Die Tiere waren selten Besucher der schottischen Küsten, doch die Zunahme der Sichtungen in den letzten Jahren löste Besorgnis aus, da die Auswirkungen des Klimawandels auf ihr arktisches Eishabitat diese südlichen Ausflüge verursachen könnten.

Die Polizei bat die Öffentlichkeit, Sichtungen des wandernden Walss zu melden. Seine Auftritte fesselten viele Beobachter, als er von Lossiemouth bis nach Hopeman schwamm und dabei mit seiner lebhaften Bewegung und dem zufälligen Abrollen von einer Hafenmauer die Menge unterhielt. Am 27. April sah Katie Wilson in Findochty Magnus, als sie ihre dreijährige Tochter bei der Kita abgab. Sie berichtete, die Kinder seien schockiert gewesen und es sei nicht alltäglich, einen Walross hier zu sehen.

Ein lokaler Vogelbeobachter aus einer Inselgruppe südlich von Stavanger in Norwegen meldete eine Woche später, dass Magnus die Nordsee überquert hatte. Das Team der British Divers Marine Life Rescue überwachte Magnus und stellte fest, dass jugendliche Walrosse Wanderlust erfahren. Die Forschungseinrichtung für Meeressäuger in Orkney bezeichnete den Vorfall als „ein wirklich seltenes Ereignis“ und merkte an, dass Walrosse typischerweise junge, wandernde Tiere seien, die ihre übliche Reichweite verließen, möglicherweise auf der Suche nach Nahrung oder aus Erkundungsgründen, was teilweise auf den Klimawandel zurückzuführen sei.

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