Das Unternehmen Waymo stoppte seinen selbstfahrenden Dienst in fünf amerikanischen Städten. Diese Maßnahme erfolgte als Reaktion auf ein Softwareproblem, welches dazu führte, dass einige Fahrzeuge in überflutete Straßen fuhren und stecken blieben. Die Firma rief kürzlich Tausende von Robotaxis zurück, nachdem ein Fahrzeug am 20. April in San Antonio, Texas, eine überflutete Straße betrat und in einen Bach geriet.
Nach einem ähnlichen Vorfall in Atlanta, Georgia, erweiterte Waymo die vorübergehende Pause auf fünf Städte aus, darunter vier in Texas sowie Atlanta, „aus Vorsicht“. Das Unternehmen teilte den Nachrichtenagenten mit, dass es auch den Betrieb auf US-Autobahnen aussetzte, während es die Leistung seiner Fahrzeuge in Baustellenzonen verbesserte.
Das Problem lag in der Software, welche es den Fahrzeugen erlaubte, „langsamer zu werden und dann auf höherfrequenten Straßen in stehendes Wasser zu fahren“. In Reaktion darauf veranlasste Waymo einen freiwilligen Rückruf von fast 3.800 Robotaxis, welche die fünfte und sechste Generation ihrer automatisierten Fahrsysteme nutzten. Das Unternehmen versprach, zusätzliche Software-Schutzmaßnahmen zu entwickeln.
Ein unbesetztes Waymo-Robotaxi wurde am Mittwoch in Atlanta in Wasser auf einer Straße gefangen. Waymo betonte, dass die Sicherheit stets die höchste Priorität besaß. Das Unternehmen versprach, die Wettervorhersagen und Warnmeldungen genau zu beobachten und den Dienst bald wieder aufzunehmen.
Waymo, das Eigentum von Alphabet, dem Mutterunternehmen von Google, betrieb wöchentlich über 500.000 Fahrten in verschiedenen US-Städten. In den vergangenen Jahren hatten mehrere Vorfälle mit autonomen Fahrzeugen Bedenken hinsichtlich ihrer Sicherheit aufgeworfen. Frühere Ereignisse, wie ein großflächiger Stromausfall in San Francisco im Dezember 2025 oder ein Ausfall der Apollo Go-Robotaxis in Wuhan im April, zeigten die Anfälligkeit dieser Technologien.