Ehemaliger US-Bundesstaatsanwalt und General Counsel des FBI, Andrew Weissmann, forderte eine konsequente Reaktion gegen Wahllügen. Er argumentierte, dass Politiker zur Rechenschaft gezogen werden mussten, wenn ihre Lügen die Demokratie Schaden anrichteten. Weissmann schlug umfassende strukturelle Reformen vor, um die aktuellen systemischen Mängel in den Vereinigten Staaten zu beheben.
Weissmann betonte, dass Lügen zur Verantwortung gezogen werden konnten. Er verglich die Situation mit früheren Versuchen, alte Normen wiederzubeleben, und betonte, dass die Umstände in den Vereinigten Staaten eine maximale Kreativität erforderten. Er legte dar, dass es notwendig sei, politische Lügner zur Rechenschaft zu ziehen, wenn ihre Täuschungen die Demokratie selbst beschädigten, ohne dabei die Meinungsfreiheit nach dem ersten Zusatzartikel zu verletzen.
In seinem Buch „Liar’s Kingdom: How to Stop Trump’s Deceit and Save America“ präsentierte Weissmann den Vorschlag für ein Gesetz zur Wahrheit bei Wahlen. Er verwies auf bestehende Gesetze, wie den Stolen Valor Act von 2005, der Lügen über militärische Ehren mit der Absicht, Geld oder Eigentum zu erlangen, kriminalisierte. Er nutzte Beispiele aus anderen Ländern, wie Brasilien, wo Jair Bolsonaro wegen Wahlbetrugslügen verurteilt wurde, sowie das Vereinigte Königreich, wo ein Abgeordneter sein Mandat verlor, nachdem er fälschlicherweise behauptet hatte, ein Gegner unterstütze extremistisches Gewaltverhalten.
Weissmann räumte ein, dass die strenge Verfolgung von Wahllügen die Meinungsfreiheit einschränken könne. Er lehnte jedoch die Idee ab, dass mehr Meinungsfreiheit die Lösung für falsche Äußerungen sei. Er erklärte, dass das Problem bereits in der Praxis existierte, beispielsweise durch interne Standardsabteilungen, die Texte auf ihre Richtigkeit prüften, um Klagen zu vermeiden. Er sah den zensierenden Effekt des Diffamierungrechts als akzeptabel an.
Weissmann stellte die Verfolgung von Trump und seinen Verbündeten in den Fokus. Er verglich Trump mit Figuren der organisierten Kriminalität und beleuchtete den Fall von Vincent Gigante, der durch die Kompetenz der Staatsanwaltschaft zur Verurteilung kam. Er beschrieb, wie politische Verfolgungen unter der Trump-Administration, wie die gegen James Comey, stattfanden. Er betonte, dass die Verfolgung von Personen, die sich gegen die Justiz stellten, eine Gefahr für die Institutionen darstellte.
Er berichtete über den Druck auf akademische Einrichtungen und Anwaltskanzleien, die sich aus Angst vor staatlicher Vergeltung zurückhielten oder unrechtmäßige Klagen abwiesen. Er schloss mit der Feststellung, dass die Gerichte weiterhin ein Forum für Wahrheit und faire Verfahren blieben. Er argumentierte, dass in Bezirksgerichten das Verfahrensrecht gewahrt blieb und Fakten eine Rolle spielten, was eine Möglichkeit zur Aufdeckung der Wahrheit bot.