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Sport

Übertragungssicherheit beim Weltturnier: China und Indien ohne Deal

Verhandlungsverzögerungen bei FIFA-Medienrechten belasten Fans in beiden Ländern

Millionen von Fußballfans in China und Indien stehen vor Unsicherheit bezüglich der Übertragung des Weltturniers. Die Verhandlungen zwischen der internationalen Fußballorganisation FIFA und den jeweiligen Sendern laufen noch, weshalb die Frage, ob die Spiele in diesen Ländern ausgestrahlt werden, offen bleibt. Solche Vereinbarungen werden üblicherweise Monate oder Jahre vor der Eröffnungszeremonie abgeschlossen, was die aktuelle Verzögerung ungewöhnlich macht.

Lokale Medien in beiden Ländern äußerten Bedenken hinsichtlich der Kosten, die mit der Vergabe der Übertragungsrechte verbunden sind. FIFA teilte der BBC mit, dass die Gespräche in China und Indien fortgesetzt werden und vertraulich bleiben müssen, ohne spezifische Angaben zu den finanziellen Forderungen zu machen. Die Organisation berichtete zudem, dass insgesamt 180 Territorien bereits Verträge mit FIFA abgeschlossen hatten, doch einige wichtige Märkte, darunter China und Indien, konnten ihre Rechte noch nicht sichern.

China und Indien stellen aufgrund ihrer Bevölkerungsgröße eine erhebliche Zuschauerbasis dar. Die Verhandlungen über die Rechte für China waren besonders intensiv; die anfängliche Forderung von FIFA an den staatlichen Sender China Central Television (CCTV) lag bei 300 Millionen Dollar. Diese Summe wurde später auf einen Betrag zwischen 120 und 150 Millionen Dollar gesenkt, was immer noch mehr als das Doppelte des Budgets des Senders darstellte. Da China nicht für das Turnier qualifiziert hatte, zeigte sich geringeres Interesse an den Spielen in der Bevölkerung.

Für Indien besteht ebenfalls noch keine endgültige Vereinbarung mit einem Sender. Dennoch berichteten lokale Medien, dass eine Verhandlungserfolgung in naher Zukunft erwartet werde. Die geografische Distanz zwischen China und Nordamerika stellt zudem eine Herausforderung dar, da viele wichtige Spiele für die chinesischen Zuschauer in den frühen Morgenstunden stattfinden müssen. Die Klärung dieser Medienrechte ist somit für die Zuschauer in beiden Ländern von zentraler Bedeutung.

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