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Wirtschaft

Weltmeisterschaft brachte Gastronomie einen Schub: Pubs verzeichneten massive Umsätze

Verstärkte Spieltage und staatliche Hilfspakete entlasteten die Branche

Die Weltmeisterschaft bewirkte einen deutlichen Anstieg der Umsätze im Gastgewerbe. Pubs verzeichneten zusätzliche Verkäufe von 150 Millionen Pfund während des Turniers im Vergleich zu einer normalen Handelsperiode, so berichtete die British Beer & Pubs Association. Die späten Öffnungszeiten und die Fortschritte Englands bis zum Halbfinale der erweiterten Weltmeisterschaft lieferten den größten sportbezogenen Aufschwung der jüngsten Zeit für die Gastronomie. Die Verkaufszahlen stiegen, als die Fans die Spiele Englands und Schottlands verfolgten, sogar über die bei früheren Wettbewerben, wie der Qualifikation Englands zum Finale der Euro 2024, hinaus.

Ein besonderer Tag innerhalb der Turniere, gemessen am Umsatzanstieg gegenüber einer regulären Zeit, war das Spiel Englands gegen Mexiko in den frühen Morgenstunden. An diesem Tag verdoppelt sich der Umsatz im Vergleich zur Zeit vor dem Turnier, da Pubs über Nacht geöffnet bleiben und in regulären Stunden handeln durften. Drei weitere Spiele erzielten einen Anstieg der Transaktionen um zwei Drittel. Dennoch zeigten nur zwei Spiele bei der Qatar 2022 und der Euro 2024 einen Anstieg von mehr als fünfzig Prozent.

Zusätzlich zu den direkten Auswirkungen der Spiele folgten staatliche Maßnahmen. Andy Burnham stellte ein Hilfspaket in Höhe von 100 Millionen Pfund für Pubs bereit und verkündete eine Reduzierung der Gewerbesteuern für den Sektor um zwanzig Prozent. Obwohl die Politik für die Ambition mangelhaft kritisiert wurde, bot die Kombination aus Steuererleichterung und dem Fußball der hart belasteten Industrie eine seltene Erleichterung. Einige Pubs verdoppelten ihre Umsätze im Zuge der Veranstaltung, indem sie ihre Kapazitäten erweiterten und zusätzliche Einrichtungen installierten.

Dennoch waren die Gewinne nicht überall gleich verteilt. Restaurants litten unter der Hitze, und die größte Gastronomiekette des Vereinigten Königreichs, Mitchells & Butlers, meldete für das dritte Quartal einen stagnierenden Umsatz. Die Verbesserungen im Pub-Segment während der Weltmeisterschaft wurden durch das heißes Wetter, welches Kunden von Marken wie Toby Carvery fernhielt, aufgehoben. Auch Restaurantgruppen berichteten von einem Rückgang der Verkäufe um null Komma sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr im Juni, was den zweitschlechtesten Monat des Jahres 2026 darstellte.

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