Die Hotelbesitzer in den Vereinigten Staaten erwarteten einen Aufschwung durch die Weltmeisterschaft. Dennoch zeigte sich dieser erwartete Boom bisher nicht. In Städten wie Kansas City, Houston, Miami und New York herrschte zwar eine sichtbare Vorfreude, doch bei den Hoteliers war die Stimmung eher von Verwirrung geprägt.
Die Branchenverbände berichteten, dass die Buchungszahlen in den Gaststädten der Weltmeisterschaft niedriger waren als im Vorjahr. Vertreter der Hotellerie äußerten sich enttäuscht über die geringe Beteiligung. Eine Hotelbesitzerin in Houston erklärte, dass sie zwar die Erwartung eines großen Phänomens gesehen hätten, aber die Verfügbarkeit für die Turnierzeiträume nicht gewährleistet war. Ihr Hotel verzeichnete nur 45 Prozent Auslastung, verglichen mit 70 Prozent im selben Zeitraum des Vorjahres.
Mehrere Faktoren beeinflussten die geringe Nachfrage. Die politische Lage während der Amtszeit des US-Präsidenten Donald Trump, insbesondere die durch die Grenzschutzbehörden durchgeführten Migrationsaktionen, wurden als ein Einflussfaktor genannt. Ebenso trugen die gestiegenen Lebenshaltungskosten infolge des Konflikts zwischen den USA und Israel sowie die exorbitant hohen Ticketpreise zur Enttäuschung bei. Selbst der Präsident selbst äußerte sich skeptisch hinsichtlich der Kosten für die Tickets.
Die American Hotel and Lodging Association (AHLA) bestätigte diese Beobachtung. Sie stellte fest, dass in acht von zehn Hotels in den Gastgeberstädten eine geringere Nachfrage herrschte als erwartet. Viele Teilnehmer beschrieben die Veranstaltung als ein „Nicht-Ereignis“, während die Mehrheit feststellte, dass die Buchungen unter den typischen Sommerniveaus lagen.
Im Gegensatz dazu bezeichnete Airbnb die Weltmeisterschaft als das größte Gastgeberereignis ihrer Geschichte. Währenddessen bemängelten Fans die überzogenen Ticketpreise, die von FIFA durchgesetzt wurden. Es wurde ein Appell an FIFA gerichtet, die Preise zu senken, und die US-Regierung wurde aufgefordert, die Visumanträge für Fans zu beschleunigen. Die Behörden richteten zudem eine Taskforce ein, um den Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten und die Reisebedingungen zu erleichtern.