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Wissenschaft

Der Wettlauf um die Fitness: Wie Raumfahrtgeräte die menschliche Widerstandsfähigkeit im Orbit sichern

Britische Erfindungen und europäische Projekte entwickeln Trainingshilfen für zukünftige Astronauten

Der Wettlauf um die Erschaffung von Trainingsgeräten für zukünftige Astronauten nahm eine neue Dimension an. Ein britischer Erfinder trieb ein Gerät voran, das darauf abzielte, die körperliche Verfassung von Raumfahrern während langer Missionen zu erhalten. Dieses Gerät nutzte Flugmanöver, um gewichtslosen Bedingungen zu simulieren, und bot den Wissenschaftlern die Möglichkeit, Daten zu sammeln. Die Entwicklung dieser Technologie konkurrierte mit anderen globalen Projekten, die auf die Besiedlung von Mondbasen und Raumstationen abzielten.

Die Notwendigkeit für körperliche Fitness im Weltraum war evident. Astronauten mussten Muskelmasse und Knochendichte bewahren, doch bestehende Trainingsmaschinen verlangten einen erheblichen Zeitaufwand. Experten betonten, dass die körperliche Verfassung der Astronauten entscheidend für ihre Funktionsfähigkeit während der Missionen war. Die Forschung zeigte, dass der menschliche Körper selbst in anderen Umgebungen noch unter den Gesetzen der Schwerkraft stand, und dass ohne diese Belastung Muskeln und Knochen schnell abnahmen.

Im Zentrum der Entwicklung stand das britische Gerät HIFIm (High-Frequency Impulse for Microgravity). Dieses System ermöglichte es den Forschern, in einer gewichtslosen Umgebung zu trainieren. Die Technologie erforderte präzise Flugmanöver eines Flugzeugs, um die notwendigen Bedingungen zu schaffen und die Analyse zu ermöglichen. Die europäische Weltraumagentur (ESA), die NASA sowie die britische Weltraumagentur beteiligten sich an der Entwicklung und den Tests dieses Geräts.

Ein weiterer Ansatz zur Verbesserung der Trainingsmöglichkeiten bestand in anderen Entwicklungen. Das europäische Gerät E4D bot vier Trainingsmodi an, darunter Widerstandstraining, Radfahren, Rudern und Seilziehen, ergänzt durch Bewegungserfassungstechnologie. Währenddessen entwickelte die NASA ein speziell angefertigtes Trainingsgerät namens Flywheel für die Artemis-Missionen. Diese Forschung unterstrich die zentrale Erkenntnis, dass Astronauten auch in außerirdischen Bedingungen menschlich blieben und dass die Reduzierung des Trainingsaufwands für die Missionen von größter Bedeutung war.

Das Team hinter HIFIm glaubte, dass ihr Gerät die Trainingszeit für Astronauten auf eine halbe Stunde pro Tag reduzieren konnte. Der Erfinder, John Kennett, beschrieb das Gerät als die nächste Generation der Trainingshilfen, die bis zu dreihundert Übungen bewältigen konnte und ohne elektrische Energie funktionierte. Kennett entwickelte die Idee, nachdem er eine Verbindung zwischen der Notwendigkeit der körperlichen Ertüchtigung und den Herausforderungen der Raumfahrt herstellte. Die Tests des Geräts, insbesondere die Prüfung der Ruderkomponente, fanden in gewichtslosen Bedingungen statt, was die Beteiligung von Matthew Wells, einem olympischen Medaillenbesitzer, erforderlich machte.

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