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Welt

WHO-Chef besorgt über Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo

Epidemie wird als globale Gesundheitsnotlage deklariert

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) äußerte tiefe Besorgnis über das Ausmaß und die Geschwindigkeit des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo. Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus berichtete, dass seit Beginn des neuen Ausbruchs mindestens 500 Verdachtsfälle und 130 Verdachtstodesfälle in der DRK verzeichnet wurden. Er fügte hinzu, dass dreißig Fälle in der nordöstlichen Provinz Ituri bestätigt wurden und ein Fall sowie ein Todesfall in Kampala, Uganda, bestätigt waren. Ein US-Bürger hatte ebenfalls positiv getestet und wurde nach Deutschland transferiert.

Tedros erklärte den Ausbruch in den frühen Morgenstunden des Sonntags als eine Gesundheitsnotlage von internationaler Bedeutung. Er betonte, dass er sich angesichts des Ausmaßes und der Geschwindigkeit der Epidemie zutiefst sorgte. Er teilte mit, dass die Zahlen sich ändern würden, während die Feldoperationen verstärkt wurden, insbesondere durch die Stärkung der Überwachung, der Kontaktverfolgung und der Labortests.

Die Weltgesundheitsorganisation berief sich auf die Notwendigkeit, Empfehlungen zur Eindämmung des Ausbruchs zu erarbeiten. Die Organisation berief sich auf ihre Notfallkommission, die am Dienstag zusammenkam, um zu beraten, welche Maßnahmen zur Kontrolle der Lage ergriffen werden sollten. Die Situation in Ituri, wo die meisten Fälle gemeldet wurden, galt als äußerst unsicher. Ghebreyesus erklärte, dass der Konflikt seit Ende 2025 intensiviert worden war und die Kämpfe in den letzten zwei Monaten erheblich eskaliert hatten, was zu zivilen Todesfällen führte. Über hunderttausend Menschen wurden neu vertrieben, und in Ebola-Ausbrüchen bedeutete diese Vertreibung eine besondere Gefahr.

Ein früherer Ausbruch des Zaire-Stammes zwischen 2018 und 2020 in Ituri und Nord-Kivu war der zweittödlichste Verlauf in der Geschichte, da er fast 2.300 Menschen tötete. Die internationale Reaktion wurde durch die weit verbreitete bewaffnete Gewalt im östlichen Kongo erschwert, die bis heute andauerte. Das Bundibugyo-Virus, das den aktuellen Ausbruch verursachte, besaß keine Impfstoffe oder Behandlungen. Obwohl mehr als zwanzig Ebola-Ausbrüche in der DRK und Uganda verzeichnet wurden, war dies nur das dritte Mal, dass das Bundibugyo-Virus detektiert wurde. Fälle wurden nun auch in Bunia sowie in Goma, der rebelherrschenden Hauptstadt von Nord-Kivu, sowie in Mongbwalu, Butembo und Nyakunde bestätigt.

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