Die Ehefrau eines britischen Staatsbürgers, der seit 2024 in Saudi-Arabien wegen seiner Social-Media-Beiträge inhaftiert war, forderte seine Freilassung, da sein Wohlbefinden rapide sank. Die Bitte um Gnade, gestützt durch Amnesty International, richtete sich an den Thronprinzen Mohammed bin Salman und fokussierte sich weniger auf die Qualität der saudischen Justiz, sondern auf einen persönlichen humanitären Appell.
Im November fand die UN-Arbeitsgruppe zur willkürlichen Inhaftierung Ahmed al-Doush. Die Gruppe stellte fest, dass al-Doush nach internationalem Recht willkürlich festgehalten wurde und forderte seine sofortige Freilassung sowie eine Entschädigung. Diese Ergebnisse folgten einer achtmonatigen Untersuchung.
Amaher Nour, die für al-Doush plädierte, betonte die emotionale Belastung der Isolation. Sie erklärte, dass ein Jahr und acht Monate vergangen seien, lange genug, um die Last der Abwesenheit und den Schmerz der Trennung zu spüren. Seine Rückkehr zu seinen Kindern wurde zu einer Hoffnung, die täglich gehalten wurde. Die Rückkehr würde die Stabilität seiner Familie wiederherstellen und seinen Kindern die Chance geben, in der Fürsorge und Umarmung ihres Vaters aufzuwachsen.
Die britische Außenbehörde versicherte der Zeitung, dass sie einen britischen Mann unterstützte, der in Saudi-Arabien festgehalten wurde und Kontakt zu seiner Familie sowie den lokalen Behörden pflegte. Beamte berichteten, dass der Minister des Nahen Ostens, Hamish Falconer, den Fall mehrfach mit seinen saudischen Amtskollegen besprach.
Die UN-Arbeitsgruppe stellte fest, dass al-Doush willkürlich inhaftiert worden war, da er incommunicado gehalten wurde und nicht zeitnah über die Gründe seiner Verhaftung informiert wurde. Die Gruppe stellte außerdem fest, dass er fünf Monate nach seiner Verhaftung weder vor einem Richter gestellt noch Zugang zu seiner Familie erhielt. Er wurde erst im November Kontakt zu seiner Familie und zu einer Telefonverbindung erhalten. Die Gruppe schloss, dass er allein wegen eines Social-Media-Beitrags und einer wahrgenommenen Verbindung zu einem Kritiker der saudischen Regierung verhaftet worden war.
Saudi-Arabien lehnte die Empfehlung der UN-Arbeitsgruppe ab. Stattdessen bestätigte das Land im April, dass al-Doush schuldig befunden worden war und seine Strafe auf fünf Jahre verkürzt worden war. Saudi-Arabien erklärte, dass das Verfahren und die Inhaftierung mit nationalem und internationalem Recht übereinstimmten.
Die Gesundheitslage von al-Doush verschlechterte sich drastisch. Chronische Einschränkungen der Kommunikation mit seiner Familie führten zu tiefer Isolation und Verletzlichkeit. Er führte mehrere Hungerstreiks, um den anhaltenden Verweigerung des Kontakts zu protestieren. Sein Zustand verschlechterte sich auf ein Niveau, das ernste Selbstmordgefahren darstellte. Seine Familie, sein juristisches Team und Menschenrechtsbeauftragte waren einig: Ohne dringendes Eingreifen konnten die Folgen irreversibel sein.