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Wissenschaft

Wildpferde in Kosciuszko: Zahlen stiegen nach Culling-Pause stark an

Umweltminister forderte dringende Überprüfung der Populationsziele im Nationalpark

Die Population der Wildpferde im Nationalpark Kosciuszko stieg signifikant an. Neue Erhebungsdaten zeigten, dass die Populationen nach der Pause der Luft-Tötung im Jahr 2025 um Tausende angestiegen waren. Umweltverbände äußerten, dass dieser Anstieg eine dringende Neubewertung der Schutzgebiete erforderte, welche die Verbleib Tausender Pferde im Park erlaubten.

Die jährliche Erhebung der Wildpferdepopulationen, die am Freitag veröffentlicht wurde, schätzte zwischen Ende 2025 6.476 und 16.411 Wildpferde im Nationalpark. Dies stellte einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr dar, als die Luft-Tötung wieder aufgenommen wurde, da die Zahlen auf geschätzte 2.131 bis 5.639 Tiere gesunken waren.

Der Culling von Pferden und anderen Wildtieren sollte im Juni wieder aufgenommen werden. Die Umweltministerin Penny Sharpe bestätigte in den Daten den Bedarf an „fortgesetztem Management“, um das gesetzlich vorgeschriebene Ziel der Reduzierung der Wildpferde auf 3.000 bis Mitte 2027 zu erreichen. Sie betonte, dass die Schäden, die die Wildtiere an die fragile alpine Umwelt Kosciuschos zufügten, offensichtlich waren, obwohl in einigen Bereichen erste Anzeichen der Wiederherstellung der Bodenbedeckung und der Vegetation auftraten.

Die Regierung erwog verschiedene Optionen zur Populationskontrolle, darunter die Beauftragung eines unabhängigen Sachverständigen zur Gestaltung eines Reproduktionskontrollversuchs für die Pferde im Park. Minister Sharpe erklärte, dass man die beste verfügbare Wissenschaft anwenden und einen vorsichtigen, evidenzbasierten Ansatz verfolgte, um das erforderliche Populationsziel zu erreichen und die native Vegetation, Tiere, Wasserwege und kulturelle Werte zu schützen.

Jack Gough, Chef des Rates für invasive Arten, bemerkte, dass der Anstieg der Pferdezahlen die Tatsache widerspiegelte, dass die Landesregierung im Jahr 2025 keine Kontrollarbeiten durchgeführt hatte. Er forderte jährliche Tötungen und forderte dringende Änderungen des Managementplans für den Nationalpark Kosciuszko. Der Plan sah vor, dass mindestens 3.000 Pferde in vier Zonen, welche 32 Prozent des Parks umfassten, erhalten blieben.

Gough forderte die Aufhebung dieser Zonen und die Reduzierung der Pferdezahlen auf nahezu Null. Er äußerte Enttäuschung darüber, dass die Regierung trotz breiter politischer Einigkeit diese Schutzzonen und das unrealistische Ziel von 3.000 Pferden nicht aufhob. Er betonte, dass es sich um einen Nationalpark und nicht um einen Pferdestall handelte.

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