Das Logistiksoftwareunternehmen WiseTech begann mit Personalabbauungen, die auf den Fortschritt der künstlichen Intelligenz zurückzuführen waren. Die Firma teilte mit, dass sie fast dreitausend Mitarbeiter in 40 Ländern entlassen würde. Die Ankündigung erfolgte im Februar, und die Reduzierung betraf etwa dreißig Prozent der gesamten Belegschaft. Die Kommunikation über den Abbau führte jedoch zu erheblichen Unklarheiten, insbesondere bei der Nennung der treibenden Ursache.
Ein Mitarbeiter berichtete, dass die interne Kommunikation an Mitarbeiter in China die Formulierung „globale Transformation“ verwendete, anstatt den Begriff der künstlichen Intelligenz zu nennen. Diese Änderung erfolgte nach einem jüngsten Gerichtsverfahren in China, das eine andere Technologiegesellschaft betraf. Mitarbeiter fragten den Vorstandsvorsitzenden, ob diese Änderung auf eine spezifische rechtliche Vorgabe zurückzuführen war. Der Vorstandsvorsitzende erklärte, dass unterschiedliche Rechts- und regulatorische Anforderungen in verschiedenen Gerichtsbarkeiten existierten, weshalb die Mitteilungen je nach Land variierten.
Trotz der offiziellen Erklärung blieb die Stimmung unter den betroffenen Mitarbeitern niedrig. Es herrschte ein Gefühl der Unsicherheit, da die Gründe für die Entlassungen nicht transparent dargelegt wurden. Mitarbeiter berichteten von Stress und dem Gefühl, dass die Führungsebene ihre Verantwortung verschleierte. Einige Kollegen mussten sich auf Gerüchte und Gespräche verlassen, um Informationen über ihre Zukunft zu erhalten. Die mangelnde Klarheit führte dazu, dass die Mitarbeiter keine verlässliche Orientierung für ihre berufliche Zukunft fanden.
Die Gewerkschaft Professionals Australia reichte dem Unternehmen eine Petition ein, die von fast sechshundert WiseTech-Mitarbeitern unterschrieben wurde. Die Petition forderte faire Abfindungsregelungen, Transparenz und eine echte Konsultation. Die Mitgliedszahl der Gewerkschaft stieg in den acht Wochen nach der Petition um über dreißig Prozent der technischen Belegschaft. Dies signalisierte, dass die Arbeitnehmer sich nicht allein in der Lage sahen, diese Veränderung zu bewältigen.
Die Arbeitnehmer sahen die KI-Veränderung als eine Bedrohung und forderten Rechenschaftspflicht. Die Situation verdeutlichte, wie sich die disruptive Kraft der Technologie auf die Arbeitswelt auswirkt. Die Forderungen der Arbeitnehmer nach Klarheit und Schutz zeigten, dass die Unternehmen bei der Gestaltung der Arbeitskräfte nicht ausreichend zur Rechenschaft gezogen wurden.