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Kultur

XG: Vom harten Training zur globalen Pop-Ikone

Die Entwicklung der japanischen Gruppe und die persönliche Transformation ihrer Mitglieder

Die japanische Popgruppe XG vollendete den Übergang von einem brutalen fünfjährigen Training zu global anerkannten Popstars. Vor jedem Auftritt bildeten die sieben Mitglieder der Gruppe einen Kreis und tauschten sich in einem Ritual aus. Der Bandleader Jurin rief „Hesono“ (der japanische Begriff für den Nabelschnur), woraufhin die anderen Mitglieder laut „Oh“ antworteten und die Arme in den Himmel streckten. Dieser Ruf symbolisierte die tiefe Verbundenheit der Gruppe.

Die Bedeutung des Chants Hesono-o lag in der Symbolik des Nabelschnur, welche das Schicksal oder die Bestimmung eines Menschen seit der Geburt repräsentierte. Für XG stand die Phrase für die Intensität ihrer inneren Bindung. Chisa, die älteste Mitglied, erklärte, dass sie diese Idee für ihre Identität nutzten, um die starke Verbindung zwischen ihnen zu beschreiben. Sie erzählte von einem Traum, in dem sie durch einen Nabelschnur miteinander verbunden waren, was die Grundlage für ihr Konzept wurde.

Die Mitglieder wurden 2016 aus Tausenden von Bewerbern in ganz Japan gesichtet. Einundzwanzig Kandidaten qualifizierten sich für das Training und lebten in Gemeinschaftsunterkünften, wo sie von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang intensive Stunden im Singen, Tanzen und in mehreren Sprachen lernten. Das Regime war fordernd. In Dokumentationen aus dieser Zeit wurden die Trainees für das Posten von Fotos aus ihren Unterkünften in den sozialen Medien zurechtgeredet. Maya berichtete von der Erfahrung als „Kampf gegen mich selbst, physisch und mental“.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich innerhalb der Gruppe eine Art Schwesterherz. Als die Kandidaten in Teams aufgeteilt wurden, entstand eine Solidarität. Sie begannen, sich gemeinsam zu treffen, zu reisen und Filme zusammen anzusehen, wobei sie sich in der Angst gemeinsam unter einer Decke versammelten. Diese gemeinsame Erfahrung schuf eine tiefe Verbundenheit, die sie als „echte Geschwister“ empfanden.

Nach fünf Jahren harter Arbeit veröffentlichte die Gruppe 2022 ihre Debütsingle „Tippy Toes“. Das Lied zeigte ihre Fähigkeit, nahtlos von einem Rap-Flow zu melodischen Gesangs-Riffs überzugehen. Mit ihrem zweiten Werk „Galz Xypher“ etablierten sie ihre globalen Ambitionen durch trilinguale Verse. Die folgenden Veröffentlichungen kristallisierten eine musikalische Vision heraus, welche Science-Fiction-Ästhetik mit den Rhythmen des neunzigjährigen R&B verband.

Parallel zur musikalischen Entwicklung vollzog Cocona eine persönliche Transformation. Am 20. Geburtstag gab sie im Dezember eine offene Erklärung ab, dass sie sich als transmasculin und nicht-binär identifizierte. Diese Aussage war in der streng kontrollierten Welt des J-Pop beispiellos, fand jedoch die volle Unterstützung ihrer Bandmitglieder. Die Gruppe änderte ihre Initialen von Xtraordinary Girls zu Xtraordinary Genes, um die Botschaft zu vermitteln: „Es ist in Ordnung, so zu sein, wie man ist“.

Das neue Album „The Core“ reflektierte diese Veränderung. Die Single „Gala“ nutzte einen von Vogue inspirierten Tanzbeat, während „Hypnotise“ von der House-Piano-Struktur CeCe Penistons „Finally“ inspiriert war. Die Tournee, die im September mit dem ersten britischen Auftritt in Wembley Arena begann, versprach, die Essenz des Albums auf die Bühne zu bringen. Die Gruppe versicherte, dass ihre Verbindung niemals gekappt wurde, und die Mitglieder betonten die Wichtigkeit der Balance und der gemeinsamen Zeit.

J-PopXGMusikTransformation

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