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Politik

Xi und Putin: China und Russland festigten strategische Partnerschaft

Zwei aufeinanderfolgende Staatsbesuche lenkten die globale Diplomatie in den Fokus

Xi Jinping und Wladimir Putin tauschten am Sonntag Glückwunschschreiben aus, kurz vor Putins Besuch in Peking. Diese Begegnungen markierten die Fortsetzung der bilateralen Zusammenarbeit zwischen Russland und China. Gemäß chinesischen Staatsmedien betonte Xi die kontinuierliche Vertiefung und Festigung der Partnerschaft. Dieses Jahr feierte die beiden Länder den dreißigjährigen Jahrestag ihrer strategischen Allianz.

Putins Besuch in Peking war für Dienstag und Mittwoch angesetzt. Die aufeinanderfolgenden Besuche der US- und russischen Präsidenten zeigten, dass Peking schnell zum zentralen Punkt der globalen Diplomatie aufstieg. Analysten bemerkten, dass es in der Zeit nach dem Kalten Krieg äußerst selten war, dass ein Land die Führer der Vereinigten Staaten und Russlands innerhalb einer Woche nacheinander empfing.

Die vertiefte Beziehung zwischen China und Russland sorgte im Westen für Besorgnis, insbesondere seit Moskaus umfassender Invasion der Ukraine im Jahr 2022. Die wirtschaftliche und diplomatische Unterstützung Chinas gegenüber Russland half dabei, den Konflikt aufrechtzuerhalten, so westliche Diplomaten und Analysten.

Der bilaterale Handel zwischen China und Russland stieg seit 2022 auf Rekordniveaus. China kaufte mehr als ein Viertel der russischen Exporte. Die großen Anschaffungen russischen Rohöls lieferten Moskau Milliarden von Dollar für den Krieg in der Ukraine. Zudem erwarb Peking seit Beginn der Invasion mehr als 367 Milliarden Dollar an fossilen Brennstoffen aus Russland.

Diese Anschaffungen unterstützten die Energiesicherheit Chinas, welche besonders wichtig wurde, als die Krise im Nahen Osten den Öltransport durch den Hormus-Straße stoppte. Die Gespräche zwischen den USA und China konzentrierten sich in dieser Woche auf Handel, Taiwan und den Krieg im Nahen Osten. Die chinesische Erklärung zum Haupttreffen erwähnte kurz die ukrainische Krise, während die US-Erklärung diese nicht erwähnte.

Joseph Webster, ein leitender Mitarbeiter des Atlantic Council, vermutete, dass Taiwan die implizite Bedeutung des Xi-Putin-Treffens darstellte. Er argumentierte, dass Peking möglicherweise weitere Erdölverträge mit Moskau abschloss, um die Energieversorgung im Falle eines zukünftigen Konflikts zu sichern. Die Erweiterung der russischen Pipelinekapazität nach China hätte die Ölversorgung Pekings in einer Taiwan-Kontingenz erheblich gesichert.

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